LAUWARME SCHOKOKÜCHLEIN MIT ZWETSCHGENRÖSTER

Wenn du nach einem besonders leckeren, dekadenten und noch dazu 100% ketogenen Dessert suchst, bei dem deine Gäste vor Begeisterung aus den Latschen kippen, dann bist du hiermit fündig geworden… 😉 Aber ich warne dich: diese Schokoküchlein zergehen auf der Zunge und weisen starke Tendenzen zum Süchtigwerden auf….😋

…also sag bitte hinterher nicht, ich hätte dich nicht gewarnt. 😉

Ich muss mich hiermit ja als großer Fan von Kochsendungen outen – das Problem daran ist allerdings, dass es meines Wissens nach kein einziges Kochformat im deutschen Fernsehen gibt, bei dem ketogene Leckereien gekocht werden. Deshalb hänge ich meist mit tropfendem Zahn vor dem Fernsehgerät und sehe mir die High Carb Gerichte an, die von den mehr oder weniger findigen Hobbyköchen gezaubert werden.

Und ich bin manchmal sogar geneigt, den Bildschirm abzulecken, wenn einer der Kandiaten ein besonders unwiderstehliches Rezept kocht.

So geschehen erst letzte Woche beim perfekten Dinner auf VOX. Eine der Kandidatinnen war mir nicht nur über alle Maßen sympathisch, sondern hat ihren Gästen auch lauwarme Schokoküchlein kredenzt, bei deren Anblick mir wirklich das Wasser im Mund zusammen lief. Ach, es waren vielmehr Sturzbäche. Der pawlow’sche Hund wär selbst beim stärksten Glockenbimmeln im Vergleich dazu eine Trockenwüste gewesen 😜…

Nun, als ich meine Sabberflecken erfolgeich aufgewischt hatte, beschloss ich, mich in die Küche zu verziehen und es mit einer ketogenen Variante dieses Desserts zu versuchen.

Und der Anspruch an mich selbst war, nicht irgend eine fade Kopie zusammenzumixen, sondern ein PERFEKTES KETO REZEPT für lauwarme Schokoküchlein zu kreieren, das zu Freudenstürmen animieren sollte 🤩

Sehr zu meiner Überraschung war dieser ambitionierte Plan sogar ziemlich schnell von Erfolg gekrönt. Ich ging dann noch einen Schritt weiter und beschloss, dass aus den warmen Küchlein beim Anstechen herrlich flüssige Schokoladencreme laufen sollte.

Das Ergebnis kannst du nachstehend in Rezeptform lesen 🤩. Ein göttliches Dessert, selbstverständlich glutenfrei und ohne Zucker!

In Hard Facts ergibt das Rezept 8 traumhaft köstliche Schoko-küchlein zu je 9cm Ø, die ich in Ramekins (wie diese hier) gebacken habe. Man kann natürlich auch kleinere Förmchen verwenden (was wiederum die Carbs nach unten korrigiert).

Aber bei dieser Köstlichkeit habe ich auf kleinere Förmchen bewusst verzichtet, denn hier gilt einzig und allein das Motto “MEHR ist mehr!” 🤩

WICHTIG:

Wichtig bei diesem Rezept ist, dass die rohen Küchlein lange genug gekühlt werden, bevor sie im Backofen aufgebacken werden. Die lange Kühlzeit – mindestens drei bis vier Stunden (bis zu 2 Tage) – ist essenziell für das Gelingen!

Das bedeutet aber auch, dass sich diese leckeren Teilchen auch wunderbar vorbereiten lassen 🙂

…und übrigens schmecken die Küchlein nicht nur frisch aus dem Ofen lauwarm serviert einfach göttlich, sondern sind auch als kalte Küchlein ein Hit!

Die pure Dekadenz sind diese köstlichen lauwarmen Schoko-Träumchen, wenn du sie mit frischem Zwetschgenröster und on top mit einer Kugel leckerem Vanille-Eis (natürlich ketogen) servierst. Ich garantiere dir, die glücklichen Menschen, die in den Genuss dieser Nachspeise kommen, werden dir zu Ehren direkt einen Fanclub ins Leben rufen… 😍

Mein Zwetschgenröster-Rezept ist ungelogen das ultimative! Hier wird kein Wasser oder andere Flüssigkeiten hinzugefügt, die Zwetschgen schmurgeln in ihrem eigenen Fruchtsaft zu einem aromatischen Röster. Nur ein Schuss Slivovitz (Zwetschgenbrand) darf an die frutchtige Köstlichkeit, der allerdings gibt den geschmacklichen Extra-Kick. Ob warm oder kalt serviert, der Zwetschgenröster ist wirklich eine Leckerei – und außerdem der unverzichtbare Begleiter zum typisch österreichischen Kaiserschmarrn.

Solltest du Carbs einsparen wollen, verzichte am ehesten auf den Zwetschgenröster. Denn so lecker der auch ist, er schlägt am Kohlenhydrat-Konto ordentlich zu Buche.

Andererseits ist die Kombination des Rösters mit dem Schokoküchlein plus einem Klecks Sahne auch wieder so was von köstlich, dass du dir einen Gaumenschmaus der Extraklasse entgehen lässt, wenn du den Zwetschgenröster weglässt….schwierige Entscheidung, ich weiß….😉

Jedenfalls findest du die Nährwerte weiter unten gesplittet (in Küchlein und Zwetschgenröster), sozusagen als Impulsgeber und kleine Entscheidungshilfe 😬

Nur nebenbei erwähnt sei, dass du die Carbs natürlich signifikant einsparen kannst, wenn du auf eine ketogene Schokolade zurückgreifst. Ich persönlich verwende die 85%ige Zartbitterschokolade von choceur (Hofer/aldi), die auf 100g einen KH-Gehalt von 17 Gramm aufweist. Ich weiß, da ist noch Luft nach unten 🤪, aber ich finde diese Schokolade einfach traumhaft lecker! Solltest du eine andere Schokolade verwenden, bitte die Nährwerte entsprechend reduzieren bzw. anpassen.

So, damit wäre alles Wichtige (und auch Unwichtige) gesagt – hier kommt das Rezept. Ich wünsche dir gutes Gelingen und freue mich auf dein Feedback, wie dir dieses Gericht gefallen hat!

Herzlichst,
Bumblebee

Lauwarme Schokoküchlein mit Zwetschgenröster

Rezept von Bumblebee im KetolandGang: DessertSchwierigkeit: einfach
Portionen

8

Portionen
Zubereitungszeit

25

minutes
Koch-/Backzeit

13

minutes

Zutaten

  • Für die Schokoladenküchlein (8 Stück):
  • 6 Eier

  • 120g Stevia-Erythrit (Süßkraft 1:1 wie Zucker)

  • 6 Stück Süßstofftabs (Süßkraft je Tab wie 6g Zucker)

  • 1TL Xanthan (2g)

  • 75g Mandelmehl

  • 15g Eiweißpulver neutral (ich verwende sportness von dm)

  • 150g Schokolade 85% (ich verwende choceur)

  • 150g Butter

  • etwas gemahlene Vanille

  • Für den flüssigen Schokokern:
  • 40g Schokolade 85% (ich verwende choceur)

  • Für den Zwetschgenröster (10 Portionen):
  • 500g Zwetschgen (entsteint gewogen)

  • 70g Stevia-Erythrit (Süßkraft 1:1 wie Zucker)

  • 1 kleine Zimtstange

  • 2cl Slivovitz (Zwetschgenbrand)

  • Außerdem:
  • 8 Ramekin-Förmchen oder andere beliebige Formen

  • Backpapier, in Streifen zu je 2cm Breite geschnitten

Zubereitung

  • Schokoküchlein:
  • Stevia-Erythrit und Süßstoff mit der Vanille zu feinem Pulver mahlen.
    Mandelmehl und Eiweißpulver vermischen.
  • Eier in eine Schüssel geben und mindestens 5 Minuten auf höchster Stufe mixen, dabei nach und nach die Pudersüße einrieseln lassen.
  • In der Zwischenzeit die Schokolade mit der Butter bei geringer Hitze (bei mir ist das Stufe 2 von 9) unter gelegentlichem Rühren schmelzen lassen. Sobald die Schokolade und Butter geschmolzen sind, von der Kochstelle ziehen.
  • Nun das Xanthan unter die Eicreme mixen. Jetzt die flüssige, etwas überkühlte Schokoladenbutter unter ständigem Weiterrühren langsam in dünnem Strahl unter die Eimasse rühren.
  • Abschließend vorsichtig die Mandelmehl-Eiweißpulver-Mischung unterheben.
  • 8 Ramekin-Förmchen dünn mit Butter ausstreichen und jeweils 2 Streifen wie ein Kreuz in die Förmchen legen und zwar so, dass aus den Förmchen jeweils ein kleiner Backpapierrand übersteht. Dies dient dazu, dass sich die Küchlein nach dem Backen bequem aus den Förmchen heben lassen.
  • Nun die Schokoladenmasse gleichmäßig auf die Förmchen aufteilen.
    Für den flüssigen Schokoladenkern die restliche Schokolade in 8 Stücke teilen und jeweils ein Stückchen leicht in die Küchleinmasse drücken – nicht zu tief hineindrücken. Nur so viel, dass die Oberfläche wieder mit der Küchleinmasse gleichmäßig bedeckt ist.
  • Nun geht’s ab in den Kühlschrank für mindestens 3 Stunden. Das ist wichtig für das Gelingen der Küchlein, deshalb unbedingt kühlen! Die Küchlein können bis zu 48 Stunden im Kühlschrank vorgekühlt werden.
  • Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Küchlein in den heißen Backofen geben und 11 bis maximal 13 Minuten backen.
  • Herausnehmen und circa 5 Minuten überkühlen lassen. Dann die Küchlein an den Backpapierstreifen aus den Förmchen herausziehen, auf Tellern anrichten und servieren.
  • Zwetschgenröster:
  • Zwetschgen vierteln. Stevia-Erythrit in einem Topf auf höchster Stufe schmelzen.
  • Sobald die Süße geschmolzen ist, die Zwetschgenstücke und Zimtstange dazugeben. Hitze NICHT reduzieren.
  • Wichtig: KEIN Wasser oder Ähnliches hinzufügen!
    Die Zwetschgen auf höchster Stufe mehrere Minuten köcheln lassen, bis sie Flüssigkeit lassen.
    Dann auf Mittelhitze reduzieren und circa 5 bis 8 Minuten unter gelegentlichem Rühren weiterköcheln.
  • Slivovitz zur Zwetschgenröstermasse geben, nochmals umrühren und den Zwetschgenröster entweder sofort servieren oder in Marmeladengläser abfüllen und gekühlt aufbewahren.

Anmerkungen

  • Der Zwetschgenröster hält sich gut gekühlt mehrere Tage – da jedoch kein Zucker (Konservierungsstoff) enthalten ist, bitte alsbaldigst verzehren.


Nährwerte:

Nährwerte pro Schokoladentörtchen (bei 8 Portionen gesamt):

381.6

Nährwerte Törtchen GESAMT:

3,053.1

Nährwerte pro Portion Zwetschgenröster (à 45 Gramm):

26.5

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2 Replies

  1. Liebe Sabine,

    erstmal vielen Dank für diesen tollen Blog! Deine Leidensgeschichte hat mich sehr berührt und ich habe Hochachtung vor Deiner Leistung und Deinem Erfolg! Du bist mein Vorbild! 🙂 ❤

    Es macht immer wieder Freude in den Rezepten zu stöbern. Nun suche ich etwas Süßes für Weihnachten und lese immer wieder in den Zutaten von „Süßstofftabs“. Wozu braucht man die denn zusätzlich, wenn man schon mit Erythrit süßt?

    Danke vorab und ganz liebe Grüße
    Lizzy

    1. Liebe Lizzy,
      einen ganz lieben und herzlichen Dank für deine netten Zeilen – es freut mich sehr, dass dir meine Rezepte gefallen. Ich stecke viel Liebe, Zeit und Herzblut in meinen Blog, und so positive Rückmeldungen sind für mich die schönste Belohnung <3
      Ich habe meine sehr persönliche Geschichte öffentlich gemacht, was mir – um ganz ehrlich zu sein – nicht allzu leicht gefallen ist. Aber dies geschah, weil ich andere Menschen mit einem ähnlichen Leidensweg (davon gibt es leider mehr als genug!) inspirieren und aufzeigen möchte, dass durch eine Ernährungsumstellung gesundheitlich eben sehr, sehr Vieles zum Positiven gewendet werden kann.
      Und wow, da platze ich doch fast vor Stolz, wenn du mir sagst, dass ich dir ein Vorbild bin. Von ganzem Herzen DANKESCHÖN dafür :-*

      Was die Süßstofftabs in meinen Rezepten angeht, so verwende ich den immer wieder erwähnten “Süßmix” sehr häufig (wenn auch nicht überall), weil mich das teilweise noch immer dominante Kältegefühl durch das Ery extrem stört. Durch den Stevia-Erythrit-Mix ist es zwar etwas geringer, aber häufig tritt dieser unangenehme Nebeneffekt doch so stark in Erscheinung, dass es den Genuss vieler Backwerke massiv trübt. Ich habe nach langem Tüfteln festgestellt, dass sich dieser Kälteeffekt so gut wie vollständig aufheben lässt, wenn teilweise Süßstoff zugesetzt wird. Das ist sozusagen mein primäres Motiv 😉
      Darüber hinaus verändern sich durch den notwendigen Mehlersatz häufig auch die Volumensanteile der Zutaten, sodass es oft zu einem Ungleichgewicht zwischen Süße (insbesondere bei der Verwendung von reinem Ery aufgrund der geringeren Süßkraft) und den restlichen Zutaten (vorrangig dem Mehlersatz) gibt. Der teilweise Ersatz durch Süßstoff bringt dann viel bessere Resultate, dh eine optimale Konistenz und schönen Geschmack der zubereiteten Köstlichkeiten.
      Ich hoffe, ich konnte deine Frage damit beantworten und sende dir
      liebe Grüße,
      Sabine alias Bumblebee

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