Bumblebees fabulöse Schmackoletten – willkommen im Brötchen-Paradies!

Bumblebees Schmackoletten - grandiose Keto BrötchenUnd ein weiteres Mal hat sich der Low Carb Gott gnädig gezeigt – mit diesen fantastischen Brötchen wird die ketogene Ernährung nämlich zum Kinderspiel! Sie duften wie Brötchen, sie sehen aus wie Brötchen – und schmecken einfach sensationell lecker! Authentische Gaumenfreuden bei sensationellen 2,9 Gramm KH pro Stück! 

Mit diesem schmackhaften Brötchen-Rezept gehen gleich mehrere tolle Premieren hier am Blog einher: Zunächst einmal war die Kreation dieser wirklich über-drüber-köstlichen Dinger eine “Gemeinschaftsproduktion”: mein erstgeborenes Hummelchen hat sich an einem ketogenen Brötchenrezept versucht, das allergiebedingt ohne Nuss- und Mandelmehl auskommen musste. Und da Mama keine Zeit hatte, etwas auszutüfteln und der Hunger groß war, ging der ausgesprochen begabte Hummel-Spross kurzerhand selbst ans Werk. Der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm 😉

Daher war das Ergebnis auch keine allzu große Überraschung: Im Geschmackstest überzeugte das Resultat dieses Backexperiments die ganze Familie durchwegs und alle waren begeistert. Allerdings stellten wir unisono fest, dass man dort und da noch etwas optimieren könnte – sodass wir uns im 2-er Team (Mama-Hummel & Hummel-Spross) sogleich top-motiviert ans Finetuning machten.

Mit grandiosem Erfolg! Denn das Ergebnis unserer Tüftelei kann sich absolut sehen lassen: ich möchte sogar behaupten, dass diese Brötchen mit zu den leckersten Brot-Kreationen hier am Blog gehören!

Ein ketogener Brötchen-Lotto-Sechser

Geschmacklich kommen sie den in Österreich sehr beliebten Schusterlaiberln sehr nahe. Eine fein-würzige Komposition ausgesuchter Zutaten, die eine perfekte Krume zaubern. Ein Brötchen, das “echtem” Gebäck in absolut Nichts nachsteht! Ich gehe sogar jede Wette ein, dass ein High Carbler beim Geschmackstest (aber auch optisch) nicht erkennen würde, dass er hier gerade genüsslich in ein mehl-, getreide- und glutenfreies Brötchen beißt 😊

Dass eine derart überrragende Geschmacksbombe einen adäquaten Namen braucht, liegt auf der Hand. Für die Namensfindung kam mein jüngstes Hummelchen ins Spiel: mein überaus kreativer und begabter 9-Jähriger war es schließlich, der diesen leckeren Brötchen ihren – wie ich finde überaus passenden – Namen verlieh: Darf ich vorstellen, hier kommen die fabulösen SCHMACKOLETTEN! 🤩

An dieser Stelle geht also ein gaaaanz hummelmäßig großes DANKESCHÖN an meine beiden fleißigen Hummelchen-Helferlein! 🐝🐝😍

100% hefefrei und frei von Mandeln & Nüssen

Die Tatsache, dass die Schmackoletten nicht nur fantastisch schmecken, sondern auch völlig hefefrei sind, stößt gewiss bei vielen auf Begeisterung. So mancher wird durch Hefe nämlich von üblem Bauchgrummeln geplagt, und dieses Rezept beweist äußerst überzeugend, dass leckeres Brot nicht zwingend Hefe braucht.

Und dieser Blog soll ja für alle etwas Leckeres in petto haben 🙂 Jedem Tierchen sein Pläsierchen sozusagen 🙂

Zudem gehört dieses schmackhafte Genuss-Highlight – neben den feinen Ballaststoff-Krusterln und dem vollmundigen Kürbiskernbrot – zu den ketogenen Brot- bzw. Brötchensorten, die zu 100% frei von Mandelmehl sind – was allen Nuss- und Mandelallergikern (einschließlich meinem ältesten Mini-Hummelchen, das jüngst leider eine Mandelallergie entwickelt hat) ausgesprochen gut gefallen wird 🙂

Die Allergie-Kiste ist nämlich in der Tat ein zunehmend weit verbreitetes Problem, und in letzter Zeit erreichen mich zahlreiche Zuschriften von Leidgeplagten, die weder Nüsse noch Mandeln vertragen. Mit dieser Kreation komme ich dem Anliegen nach nussfreien Brotrezepten also nur allzu gerne nach. 😊

Denn wer wünscht sich nicht ein wenig Abwechslung im Brotkörbchen? Das gilt für uns Ketarier schließlich im selben Maß wie für die High-Carbler-Fraktion! 😉

Und jetzt mal ehrlich: Wem läuft beim Anblick dieser wunderhübschen und durch und durch perfekten Brötchen nicht das Wasser im Mund zusammen……?

Eiweiß und Ballaststoffe satt

Da ich in letzter Zeit meine Liebe zu Topfen (Quark) wieder entdeckt habe (die herrlichen Topfenknödel mit feinen Zimtbröseln bereite ich derzeit fast täglich als krönendes Dessert zu), ist bei diesem Rezept auch gleich noch der Topfen zum Einsatz gekommen, der mir vom 2-Kilogramm-Großeinkauf übrig geblieben war.

Die Entscheidung, in diesem Rezept Magerquark einzusetzen, war goldrichtig. Und ich denke nicht im Traum daran, an dieser perfekten Rezeptur auch noch irgend etwas zu ändern! Ganz wichtig aber ist: UNBEDINGT MAGERTOPFEN verwenden!

Du wirst jetzt wahrscheinlich die Nase rümpfen, weil ich mich ja sonst ausnahmslos für die vollfetten Varianten (insbesondere auch bei Mandelmehl) ausspreche und ein ständiges Plädoyer für Fett halte. Ja, das ist korrekt – aber bei Quark/Topfen bitte IMMER nur die Magerstufe verwenden!

Warum ausgerechnet Magerquark?

Ganz einfach: Weil die Magerstufe mit einem sehr dezenten, ja geradezu neutralen Geschmack überzeugt und die mit Topfen/Quark zubereiteten Gerichte geschmacklich somit nicht dominiert. Sogar bei den Topfenknödeln empfehle ich, zu Magerquark zu greifen. Das Resultat spricht definitiv für sich 🙂

Außerdem brauchst du für gelungene Schmackoletten auch noch UNGEMAHLENE Flohsamenschalen. Damit wird das Ergebnis einfach grandios. Also bitte KEIN Flohsamenschalenmehl verwenden, aber in jedem Fall auch um Flohsamen (ob ganz oder gemahlen) die Finger lassen! Die Flohsamen sind nämlich diese bräunlichen Körner und mögen zwar ihre Vorteile haben, sind aber ein geschmacklicher Auffahrunfall: unbedingt zu vermeiden, weil bitter und bäh!

Wir setzen also einzig auf die SCHALEN der Flohsamen, und in diesem Fall (wie auch in einigen anderen meiner Rezepte) auf die UNGEMAHLENE Ausführung, basta! 🙂

Last but not least machen wir die Schmackoletten zu einer gesunden Ballaststoffbombe, die selbst die lahmste Darmperistaltik in Disko-Modus versetzt 😉 Neben Goldleinsamen und Flohsamenschalen schalten wir dank INULIN in den Verdauungsturbo!

Inulin macht die Darmbakterien fit

Die Vorzüge des wunderbaren Präbiotikums Inulin sind mir bereits seit längerem bekannt. Als Präbiotikum füttert der wasserlösliche Ballaststoff Inulin nämlich die guten Bakterien unserer Darmflora und soll sich zudem insgesamt positiv auf unser Immunsystem auswirken.

Nachdem ein sehr lieber User mir vor mehreren Monaten hier am Blog einen spannenden Kommentar zu Inulin hinterlassen hat, wollte ich dem weißen, an sich geschmacklosen vermeintlichen “Wunderpulver” nochmal eine Chance geben (meine voran gegangenen Tests hatten stets mit sehr bösen Bauchkrämpfen geendet). Dabei handelte es sich jedoch um keine Nebenwirkung im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr die Symptome einer Inulin-Überdosierung durch die Anregung der Darmflora: Blähungen und Durchfall.

Ich habe festgestellt, dass beim Zuführen von Inulin (vor allem bei bereits empfindlichen Darm) der Einstieg mit einer möglichst geringen Dosierung  und einer behutsamen Steigerung erfolgen sollte.
In jedem Fall wird Inulin eine weitaus bessere Verträglichkeit nachgesagt als der Akazienfaser, die sich ebenfalls als Präbiotikum einen Namen gemacht hat. Akazienfaser ist besser bekannt unter dem Namen Gummi arabicum und ist als E 414 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Da Gummi arabicum jedoch insbesondere für Allergiker ein nicht zu unterschätzendes Allergierisiko mit sich bringt (und ich selbst es auch überhaupt nicht vertrage), setze ich dementsprechend auf Inulin, um meine guten Darmbakterien mit feinem Futter zu versorgen 😉

Seit einem halben Jahr experimentiere ich also viel mit Inulin herum und für mich persönlich ist es mittlerweile nicht mehr von meiner Zutatenliste wegzudenken (weitere leckere Kreationen mit Inulin werden in Kürze hier am Blog folgen). Im Schmackoletten-Rezept bringt es zusätzliche Fluffigkeit in das Backwerk (abgesehen von den wertvollen gesundheitlichen Effekten).
Daher lege ich dir nicht nur aus Konsistenzgründen nahe, nicht auf das Inulin im Rezept zu verzichten, sondern auch für deine Gesundheit auf dieses tolle Präbiotikum zu setzen.

Und bevor ich nun noch einen Roman verfasse, kommen wir zum Wesentlichen: Hier ist das Rezept für dich. Wie immer gelingsicher, mit genauer Anleitung – und was die Schmackoletten angeht: simpel und kinderleicht on top, mit einer Zubereitungszeit von gerade mal 5 Minuten – Zutaten in eine Schüssel geben, mixen, Teiglinge formen und ab in den Ofen.

Ich wünsche dir gutes Gelingen und lass dir die Schmackoletten wunderbar schmecken!
Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt – und diesmal freuen sich meine Mini-Hummelchen mit, denn sie waren an diesem Rezept ja aktiv mit beteiligt 🙂

Herzlichst,
Bumblebee mit den beiden Hummelchen

PS: Probiere unbedingt auch die leckere Variante für Sonnenblumen-Brötchen aus! 😊

Bumblebees fabulöse Schmackoletten - willkommen im Brötchen-Paradies!

Bumblebees fabulöse Schmackoletten – willkommen im Brötchen-Paradies!

Rezept von Bumblebee im KetolandGang: Brot und BrötchenSchwierigkeit: einfach
Portionen

8

Brötchen
Zubereitungszeit

5

Minuten
Backzeit

35

Minuten

Zutaten

  • 5 Eier (Größe L)

  • 250g Magerquark (Magertopfen)

  • 60g Goldleinmehl teilentölt (ich verwende DM bio)

  • 30g Flohsamenschalen UNGEMAHLEN (unbedingt ungemahlene verwenden!)

  • 50g Bambusfasern

  • 12g Inulin

  • 9 g Weinsteinbackpulver

  • 1 TL Salz (=ca. 7g)

  • 6g Brotgewürz

  • ca. 20 g Goldleinsamen zum Bestreuen

  • Außerdem:
  • Apfelteiler

  • ca. 10g Bambusfasern

  • 1 Bogen Backpapier

  • evtl. Wassersprühflasche

  • Variante:
  • 50g Sonnenblumenkerne für den Teig

  • ca. 30g Sonnenblumenkerne zum Bestreuen

Zubereitung

  • Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Alle flüssigen Zutaten in eine Schüssel geben.
  • Trockene Zutaten zu den flüssigen Zutaten in die Schüssel geben und zügig (maximal 15 Sekunden lang) auf höchster Stufe zu einem homogenen Teig mixen. Masse circa 2 bis 3 Minuten ziehen lassen.
    Der Teig sollte eine gut formbare, feuchte Konsistenz haben.
  • Einen Bogen Backpapier auf die Arbeitsfläche legen.
    Mit nassen Händen von der Masse jeweils etwa 2 gehäufte EL zu einer Kugel formen und auf das Backpapier mit etwas Abstand zueinander insgesamt 8 Stück setzen.
  • Die Teigkugeln mit der flachen Hand ein kleines bisschen flachdrücken.
    Nun einen Apfelteiler in etwas Bambusfasern drücken (damit der Teiler nicht auf dem Teig festklebt!), jeweils mittig auf die einzelnen Teigstücke setzen und etwa bis zur Hälfte hineindrücken. Wichtig: Nicht ganz bis zum Boden in den Teig drücken, nur zur Hälfte!
  • Die Teiglinge mit etwas Wasser benetzen (ich sprühe sie mit einer Sprühflasche leicht mit Wasser ein) und mit Goldleinsamen bestreuen.
  • Die Teiglinge mitsamt dem Backpapier auf den Backofenrost (mittlere Schiene) geben und ca. 35 Minuten backen, bis die Brötchen eine schöne Farbe angenommen haben.
    Nach Ende der Backzeit die Brötchen auf einem Gitter abkühlen lassen und genießen.

Anmerkungen

  • VARIANTE:
    Diese herrlichen Schmackoletten lassen sich im Handumdrehen zu feinen Sonnenblumen-Brötchen abwandeln: Einfach 50g Sonnenblumenenkerne mit in den Teig mischen und die Brötchen anstatt mit Leinsamen mit Sonnenblumenkernen bestreuen. 😊
  • Diese Brötchen schmecken auch am nächsten und sogar am übernächsten Tag noch wie frisch gebacken!

Rezept zum Download:

Verwendete Produkte:

Nährwerte:

Nährwerte GESAMT:

1,036.9

Nährwerte pro Stück (bei 8 Stück gesamt):

129.6

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Tami D.
Tami D.
28. Juli 2021 16:19

Schmackotastisch!!!!
Dankeschön für ein weiteres tolles Rezept liebe Bumblebee 🐝
Wirklich super gelungen 🍀

Stephanie
Stephanie
23. Juli 2021 20:51

Nachdem das 1. Blech in 3 Tagen verspeist war, backe ich jetzt nochmal dieses Rezept 2x. Frage: wie bewahre ich die Schmackoletten richtig auf – Kühlschrank, bei Zimmertemperatur oder TK?

Inga
Inga
20. Juli 2021 13:38

Gerade ausprobiert und absolut begeistert!!!Mal wieder ein Volltreffer, liebe Bumblebee, vielen Dank dafür, natürlich auch an deine Hummel-Jungs!

Inga
Inga
27. Juli 2021 8:38
Antwort an  Bumblebee

Ich weiß, du hast viel zu tun,liebe Bumblebee, und wahrscheinlich wenig Zeit zum Lesen, aber: Nach dem ersten Versuch habe ich einerseits die Brötchen noch einmal gebacken und andererseits habe ich das Rezept auch schon 2x zu einem Baguette umgewandelt. Beim ersten Mal habe ich etwas Zwiebelpulver, geröstetes Paprikapulver und getrocknete Kräuter hinzugetan, weil es zu einem Grillabend passen sollte. Und es waren übrigens auch die Nicht-Ketarier extrem angetan und konnten schier nicht glauben, dass es ketogen ist! Ich muss jetzt übrigens 2 Backmischungenfertig machen für zwei meiner Kollegen 🙂 Gestern habe ich nochmal gebacken, aber aus Versehen ca. 5gr Weinsteinbackpulver zu viel hinzu. Und es ist auch toll geworden, ein bisschen mehr aufgegangen, noch fluffiger und einfach himmlisch!!Kurzum: Dieses Rezept ist nicht nur ein weiterer Volltreffer, sondern hat für mich gute Aussichten auf dein “Rezept des Jahres” DAAAAANKE!!!

Valeska
Valeska
9. Juli 2021 10:34

Jippie, die Hummel hat wieder ein neues Rezept! Das ist so schön wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Mindestens! Ich habe gerade eines deiner Schmackoletten verputzt, nur mit Butter drauf. Ein Träumchen! Ich habe statt Leinsamen Sesam obendrauf gemacht, weil wir solche Sesamfans sind. Also die Schmackoletten wird es definitiv jetzt regelmäßig geben! Liebe Grüße und ein großes Dankeschön natürlich auch an die Mini-Hummel mit dem großen Keto-Pioniergeist! 🙂

Aysenputtel
8. Juli 2021 0:38

Okay, Inulin. Ich brauch Inulin! 🙂 thumbs up

Patricia
Patricia
8. Juli 2021 11:06
Antwort an  Aysenputtel

Gibt es denn eine Alternative zu Inulin? Welchen Zweck dient es bei den Brötchen, der Bindung?
Kann man evtl mit Guakernmehl oder Xanthan auch arbeiten?