CHAI MACARONS KETOGEN

Das weltbekannte französische Baisergebäck ist tatsächlich ziemlich tricky, wenn es um ein ketotaugliches Pendant geht. Aber dieses Rezept ist wirklich verdammt nahe dran am anbetungswürdigen, supersüßen Original!

Für den weihnachtlichen Touch sorgt die Variante mit köstlich-würzigem Chai-Aroma. Eine echte Sensation, sage ich dir!

Die leckeren kleinen Makronen mit der verführerischen Cremefüllung sind tatsächlich ganz hohe Patisseriekunst. Als ich noch nicht ketogen lebte, waren meine Macarons bei Freunden und Bekannten sogar bis nach Wien heiß begehrt. Daher war es für allzu nahe liegend, dass ich so lange tüftle, bis ich ein No-Carb Äquivalent hervorbringe, das optisch und geschmacklich als Macaron durchgeht 😉

Finally – hier kommt die Macaron-Version, die ich für so lecker befinde, dass sie einen Platz auf meinem Blog verdient 😀

Einige Unterschiede ergeben sich freilich aus dem fehlenden Zucker – der bei diesem Feingebäck weitaus mehr Funktionen hat als ihm die fast grenzwertige Süße zu verleihen. Der Zucker sorgt für die perfekte Bindung des Eischnees – und damit kommen wir auch schon zur Krux beim Hinbasteln einer zuckerfreien Macaron-Variante. Aber mit etwas Xanthan im  Eischnee lässt sich ein guter Kompromiss erzielen, so viel steht schon einmal fest.

Insgesamt ist die Konsistenz des ketogenen Macaron-Teiges völlig anders als das Original – bei Letzterem muss der Eischnee-Mandelmehl-Teig sozusagen lavaartig vom Spatel hinunterlaufen. Dann ist der Teig perfekt.

Die ketogene Masse ist hingegen weitaus kompakter – den Spateltest kannst du dir also getrost sparen 😉

Auch bildet sich auf den aufdressierten Teigkreisen kein richtiges “Häutchen” wie bei dem Zuckeroriginal. ABER: Leichte Füßchen entstehen beim Backen, und auch Form und Aussehen der fertig gebackenen Keto-Macarons sehen dem Original sehr ähnlich. Und sie schmecken! 🙂

Was die Keto-Macarons auf jeden Fall benötigen ist eine mehrstündige Pause nach dem Backen – idealerweise füllst du die kleinen Makrönchen überhaupt erst am nächsten Tag. Denn ich habe festgestellt, dass die ketogenen Macarons nach dem Abkühlen, also quasi ganz frisch, nicht wirklich prickelnd schmecken – ich finde, die unangenehme Kühle des Erythrits schmeckt dann massiv hervor. Ich wollte, nachdem ich diese Rezeptur versuchte und dann eines der fertig gebackenen Dinger probierte, das ganze sofort in den Kübel kicken und die Mission “Keto-Macarons” umgehend für beendet erklären. Aber weil die gebackenen Makronen optisch irgendwie so hübsch rüberkamen, brachte ich es nicht auf Anhieb übers Herz, sie in die Tonne zu kloppen.

Ich beschloss daher, sie zunächst einmal zur Seite zu legen und mir eine Verwertungsmöglichkeit zu überlegen. Als ich am nächsten Tag dann nochmal einen finalen Geschmackstest unternahm, um für einen potenziell weiteren Versuch zu wissen, was ich zutatentechnisch adaptieren müsse, war ich dann verblüfft: denn der Kältegeschmack des Erythrits war tatsächlich über Nacht verflogen! Damit waren meine Macarons und dieses Rezept gerettet – die Teilchen bekamen ihre köstliche Ganachefüllung und ernteten in weiterer Folge viele begeisterte “Ahs” und “Ohs” bei meinen Testessern…. 😀

Übrigens gehören Macarons – ob mit oder ohne Zucker – zu den Köstlichkeiten, die man tatsächlich rasch verzehren sollte. Ungefüllt halten sich die ketogenen Makronen einige Tage, gefüllt solltest du sie aber innerhalb von 2 Tagen aufnaschen.

Was die Creme angeht, so bist du vielleicht überrascht, dass wir uns für den typischen Chai-Geschmack tatsächlich des Inhaltes von Chai-Teebeuteln bedienen – aber der zu Pulver vermahlene Inhalt sorgt wirklich für das perfekte Chai-Aroma. Bitte aber beachte, für die Cremeherstellung unbedingt BIO-Tee verwenden – immerhin verzehren wir den Teebeutelinhalt ja und brühen nicht nur Wasser damit auf….!

Noch ein kleiner Tipp: Zum gleichmäßigen Aufdressieren der Macarons auf das mit Backpapier belegte Backblech kannst du dir diese Schablone 2 x ausdrucken und unter das Backpapier legen. Damit kannst du schöne Kreise aufs Blech bringen. Die Schablone entfernst du einfach vor dem Backen und hebst sie für weitere Macaron-Sessions auf 😉

Hier kannst du die Macaron-Vorlage downloaden.

Der perfekte Begleiter zu diesem aromatischen Feingebäck ist übrigens ein dampfend heißer, frisch zubereiteter Chai-Tee. Damit fühlst du dich wie in 1001 Nacht und kannst in die sinnliche Welt der exotischen Gewürze eintauchen…

Liebe Grüße,
Bumblebee

Chai Macarons ketogen

Rezept von Bumblebee im KetolandGang: Kekse und Kleingebäck, PatisserieSchwierigkeit: mittel
Portionen

23

Portionen
Zubereitungszeit

30

Minuten
Koch-/Backzeit

20

Minuten

Das ultimative französische Baiser-Mandelgebäck als ketogene Version!
Zuckerfreie, glutenfreie und No Carb Patisserie vom Feinsten!
Rezept ergibt circa 23 Macarons zu je 0,7 Gramm KH.

Zutaten

  • Für die Macarons:
  • 80g Mandelmehl nicht entölt

  • 70g Stevia-Erythrit (Süßkraft 1:1 wie Zucker)

  • 14 Stück Süßstofftabs (Süßkraft je Tab wie 6g Zucker)

  • 1/2 TL Xanthan

  • Prise Zimt

  • Prise Salz

  • etwas gemahlene Vanille

  • 70g Eiklar zimmerwarm (circa 2 Eier)

  • Für die Chai-Creme:
  • 50ml Schlagsahne

  • 80g weiße Ketoschokolade (Rezept siehe hier) – alternativ gekaufte

  • 30g Mascarpone

  • 1TL Zimt

  • 2 Teebeutel Bio-Chai Tee, Inhalt (ca. 4g )

  • 4 Stück Süßstofftabs (Süßkraft je Tab wie 6g Zucker)

  • 30g Stevia-Erythrit (Süßkraft 1:1 wie Zucker)

  • Außerdem:
  • Spritzsack mit glatter Tülle, ggf. Schablone zum gleichmäßigen Aufdressieren – hier kannst du sie downloaden

Zubereitung

  • Macarons:
  • Backofen auf 140°C Heißluft vorheizen.
    Stevia-Erythrit mit Süßstoff, Vanille, Zimt und Xanthan zu feinem Pulver mahlen.
  • Eiklar mit einer Prise Salz mehrere Minuten lang sehr steif schlagen, den Süßmix dabei nach und nach einrieseln lassen.
  • Zuletzt das Mandelmehl auf die Eischneemasse geben und mit einem Spatel vorsichtig darunter mengen. Den Spatel dabei immer vom Schüsselrand zur Mitte ziehen und die Schüssel dabei vorsichtig drehen.
  • Die Masse nun in einen Dressiersack mit glatter Tülle füllen und auf das Backpapier circa 47 kleine Tupfen mit Ø3cm aufdressieren (eine praktische Schablone kannst du dir hier downloaden – 2x ausgedruckt und unter das Backpapier gelegt, hast du eine tolle Vorlage für die Dressierarbeit).
  • Sollten die Tupfen mittig eine Spitze haben, diesen ggf. mit einem leicht angefeuchten Finger flach drücken, sodass eine gleichmäßige Oberfläche entsteht. Die Makronen mit einer Prise Zimt bestreuen und für circa 10 bis 15 Minuten etwas antrocknen lassen.
  • Nun werden die Macarons für circa 15 bis 20 Minuten im Backofen mehr getrocknet als gebacken. Sie sollten erkennbar leichte Füßchen bilden (wenn auch nicht ganz so ausgeprägt wie beim Original).
  • Nach Ende der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und auf dem Blech vollständig abkühlen lassen.
  • Chai-Ganache:
  • Stevia-Erythrit mit Süßstoff, Zimt und dem Inhalt der 2 Chaitee-Beutel zu feinem Pulver mahlen.
  • Schlagsahne mit dem Süßmix aufkochen, vom Herd ziehen und die weiße Schokolade darin schmelzen lassen. Umrühren und ungefähr 1 Stunde kühlen.
  • Die gekühlte Schokoladenganache mit dem Mixer kurz aufschlagen und Mascarpone untermixen.
  • Fertigstellung:
  • Ganache in einen Spritzbeutel füllen. Jeweils zwei Macaron-Hälften mit einer kleinen Menge (circa 1 Teelöffel) Creme füllen.
    Macarons gut kühlen.
    Vor dem Servieren sollten sie auf Raumtemperatur gebracht werden, damit sich das Aroma der Chai-Ganache entfalten kann.

Anmerkungen

  • Macarons schmecken am besten frisch und sollten innerhalb von zwei bis längstengs drei Tagen verzehrt werden.

Verwendete Produkte:

Nährwerte:

Nährwerte pro Stück (bei 23 Macarons gesamt):

44.1

Nährwerte GESAMT:

1,014.7

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