Himmlischer Keto Schlemmer-“Grieß”-Brei

Grießbrei gehört zu den wohl leckersten Süßspeisen, die es gibt. Wer erinnert sich nicht gerne an diese Köstlichkeit aus seiner Kindheit zurück? Aber Grieß bei Keto – wie soll das gehen? Ganz einfach: Wir “basteln” uns einen adäquaten Ersatz für die Hauptzutat – und zwar soooo originalgetreu, dass dir ungläublige Blicke garantiert sind 🙂 Das Ergebnis: Authentischer Grießbrei-Genuss mit sagenhaften 1 Gramm KH pro Portion!!!

Um das Wichtigste gleich vorweg zu nehmen: Ja, dieser Grießbrei ist ohne Grieß – und damit sozusagen eine Fake-Version des Originals.

Die Suche nach passenden Ersatzrohstoffen gestaltete sich glücklicherweise weniger schwierig als zunächst angenommen: Denn Konjakreis ist das Mittel der Wahl!

Nun muss ich ehrlicherweise gestehen, dass ich – sehr zu meinem Bedauern – zur Kategorie Mensch zähle, die aus welchen Gründen auch immer nicht ganz optimal auf Konjak(produkte) reagiert. Soll heißen: Ich bekomme ziemlich heftige Bauchschmerzen davon.

Glocomannan – der Stoff, aus dem die Keto-Träume sind

Tja, man kann es drehen und wenden, aber Konjak scheint tatsächlich eine Art Wunderwuzzi zu sein und erfreut sich in der Low Carb und ketogenen Ernährung zunehmender Beliebtheit. Meine Recherche zu diesem Ballastoff-Wunder und der Frage, warum ich (wie auch zahlreiche andere Menschen) irgendwie bauchtechnisch nicht so ganz optimal mit Konjaknudeln & Co. zurecht komme, förderte Folgendes zutage:

Mit „Konjakmehl“, wie es in der Küche zum Einsatz kommt, ist der gemahlene Wurzelstock der japanischen Konjakpflanze (auch als „Teufelzunge“ oder „Aronstab“ bekannt) gemeint. In der asiatischen Küche kommt Konjakmehl bereits seit 1.500 Jahren zum Einsatz.

Konjakmehl – beziehungsweise dessen Extrakt Glucomannan – zählt zu den Verdickungs- und Geliermitteln und ist als Lebensmittelzusatzstoff mit der E-Nummer E 425 in der EU – allerdings unter bestimmten Mengenbeschränkungen aufgrund seiner außerordentlichen Verdickungsfähigkeit – zugelassen.

Glucomannan besteht hauptsächlich aus den Kohlenhydraten D-Mannose und D-Glukose. Interessant am Glucomannan ist aber, dass es zwar eine Kohlenhydrat-Kette ist, aber überhaupt keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat.
Wie ist das möglich? Nun – wohl aus demselben Grund, der für mögliches Bauchgrummeln mitverantwortlich ist: Denn Konjak (Glucomannan) wird nur teilweise verdaut und somit zum großen Teil unverdaut wieder ausgeschieden.

Insgesamt schreibt man Glucomannan aber positive Eigenschaften für die Darmgesundheit zu und es gilt als wertvoller Ballaststoff.
Aber gerade die Tatsache, dass es im Verdauungstrakt enorm stark aufquillt und fast unverdaut bleibt, kann aufgrund der Freisetzung von Gasen durchaus und nicht selten zu Blähungen und weiteren Problemen führen.

Was ich also aus meiner Recherche mitnehme:
Seit Menschengedenken kommt Glucomannan alias Konjak in der asiatischen Küche zum Einsatz und wird dementsprechend gut vertragen. Aber: Was Abermillionen Asiaten wohl bekommt, muss nicht zwangsläufig einem europäischen Verdauungstrakt ebenso gut tun…. 😀

Aber sei’s drum: Auch wenn Konjaknudeln gesundheitstechnisch ganz und gar nicht mein Ding sind – weil ich nach deren Verzehr stets das Gefühl habe, meine Verdauungsorgane legen spontan für mehrere Tage ihre Arbeit nieder -, ich kann einfach nicht umhin, mir gelegentlich mal etwas Konjakhaltiges zu gönnen – immer noch besser als Cognac-Haltiges :-))

Fake it till you make it 😉

Wie eben diesen „Grießkoch“. Denn näher am Original als mit gemahlenem Konjakreis kann man nun wirklich nicht sein – sowohl geschmacklich als auch sensorisch, denn die Konsistenz ist schlicht und ergreifend P-E-R-F-E-K-T.

Merke: Der getrocknete Konjak-Reis, zu “Grießkorngröße” gemahlen, ist ein wahrlich perfektes Plagiat 🙂

So, nachdem wir uns nun hinreichend – und völlig zu Recht – der Superstar-Zutat dieses Gerichts gewidmet haben, gestatte mir noch ein paar weitere Anmerkungen zum Rezept:

Eigelb und Eischnee – die Geheimtipps für fluffige Grießbrei-Wonnen

Unterschätze nie, nie, nie die Zaubertricks, die unsere Omis in petto hatten, um uns mit ihren Gerichten in höchste Genuss-Sphären zu katapultieren! So verhält es sich auch bei diesem Gericht: Das Ei im Rezept macht den entscheidenden Unterschied – auch und insbesondere in der ketogenen Version. 

Denn: Das Eigelb bringt nicht nur zusätzlich “Vollmundigkeit”; sondern auch die nötige farbliche Nuance ins Spiel. Eine hübsche, leichte Gelbfärbung macht den grießlosen Grießbrei auch optisch völlig authentisch und gilt als die ultimative “Tarnung” unseres Nachbaues :-).

Und: Schwerer, wie riesige Gesteinsbrocken vom Löffel fallender Grießbrei ist am Teller ein mindestens ebenso getrübtes Vergnügen wie im Magen. Das gilt übrigens für diese ketogene Version umso mehr als für seinen großen High Carb Bruder. Um also einen fluffigen, wunderbar feinen Grießbrei zu zaubern,  kommt uns der steif geschlagene Eischnee, den wir unter die Grießmasse heben, mehr als gelegen.

Das Resultat: Ein feiner, vollmundiger Gaumenschmeichler, der dem Original in absolut nichts nachsteht – lecker, in wenigen Minuten gezaubert und ein toller Sattmacher  🙂

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit,
herzlichst,
Bumblebee

Himmlischer Keto Schlemmer-

Himmlischer Keto Schlemmer-“Grieß”-Brei

Rezept von Bumblebee im KetolandGang: Desserts, Süße NaschereienSchwierigkeit: einfach
Portionen

5

Portionen
Zubereitungszeit

10

Minuten
Kochzeit

2

Minuten

Ein feiner, vollmundiger Gaumenschmeichler, der dem Original in absolut nichts nachsteht – lecker, in wenigen Minuten gezaubert und ein toller Sattmacher  🙂
Rezept ergibt 5 Portionen mit sagenhaften 1 Gramm KH (105,3kcal) pro Portion.

Zutaten

Zubereitung

  • Stevia-Erythrit mit Vanille zu feinem Pulver mahlen.
    Konjakreis mahlen*, aber nicht zu allzu feinem Mehl, sondern etwas gröber (in etwa auf die Größe von Grießkörnchen).
  • Wasser mit der Sahne in einen Topf geben, die halbe Menge der Süße und das Vanillearoma hinzufügen und umrühren.
    Das Ganze nun aufkochen.
  • Den Konjakgrieß in die kochende Flüssigkeit mit einem Schneebesen einrühren, einmal unter Rühren aufkochen und den Topf von der Kochplatte ziehen.
    Die Butter unterrühren.
  • Das Ei trennen. Eigelb nun in die heiße Grießmasse zügig mit dem Schneebesen einrühren.
  • Eiweiß mit einer Prise Salz, der restlichen Süße und dem Eiklarpulver zu einem sehr steifen Schnee schlagen.
    Den Eischnee unter die Grießmasse heben. Fertig!
  • Grießbrei portionieren und mit Stevia-Erythrit oder Bronxe-Erythrit (siehe Foto) und Zimt oder auch Beeren garniert servieren.
    Guten Appetit!

Anmerkungen

  • *Zum Mahlen des Stevia-Erythrits sowie des Konjakreis leistet mir mein Mister Magic mit flachem Klingenaufsatz perfekte Dienste – ein günstiges Küchengerät, das in meiner Hummelküche seit Jahren täglich im Einsatz ist.

Rezept zum Download:

Verwendete Produkte:

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Nährwerte:

Nährwerte pro Portion (bei 5 Portionen gesamt):

105.3

Nährwerte GESAMT:

526.7


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Mac
Mac
30. April 2021 15:41

Mega mega lecker!!!! Absolut gelingsicher und unbedingt zum Nachmachen empfohlen 😍😍😍.

Christine
Christine
29. April 2021 19:27

Das ist das BESTE Keto-Süßspeise-Rezept EVER für uns 🤩 – eine wahre Bereicherung in unserem Low-Carb Speiseplan! Vielen herzlichen ♥️ Dank für diese Kreation

Julia
Julia
26. März 2021 12:33

Gerade nachgekocht und alleine die ganze Riesenschüssel verschlungen. Glaube das sagt alles darüber wie er schmeckt! Ein geniales Rezept und so einfach. Wie alle deine Rezepte zum niederknien.

Patricia
Patricia
14. März 2021 20:13

Mega lecker 😍
habe nur den konjakreis etwas zu grob gemahlen und dann war das kurze aufkochen zu wenig, der hätte noch etwas länger “kochen” müssen.
aber für das nächste Mal werd ich es feiner mahlen, aber geschmacklich der Wahnsinn!
wer braucht da schon echten Grieß dafür 👌🏼

Antje Binek
Antje Binek
12. März 2021 14:45

Liebe Bumblebee, eigentlich habe ich mich nicht so recht an dieses Rezept ran getraut, weil uns die Konjak Nudeln nicht so richtig gut schmecken. Dann habe ich mir jedoch den getrockneten Konjak Reis bestellt. Und gestern gab es endlich mal wieder Grießbrei und wir sind begeistert! Schmeckt super lecker. Beim nächsten Mal werde ich etwas weniger Süße nehmen. Mit Apfelmark und Zimt-Stevia-Erythrit serviert – sooo lecker!!
Ganz liebe Grüße, Antje 😉

Sylk
Sylk
2. März 2021 20:04

Kann man den wohl auch am nächsten Tag essen? Danke für das tolle Rezept!!!

TINA
TINA
14. Februar 2021 14:24

Oh man war das lecker. Die weltbeste Variante. Danke, Danke für dieses Rezept. Es hat auch ohne VanilleAroma hammer mäßig geschmeckt😚😄