ANISBÖGEN KETOGEN

Das perfekte, zarte Pendant zu so manch gehaltvollen Keksen am Weihnachtskeksteller sind diese Anisbögen, die einfach fantastisch schmecken….bei nur 0,2 g KH pro Stück (nein, das ist kein Rechenfehler ;-)) eine durch und durch erlaubte Nascherei, die sogar als No Carb durchgeht….!

Ein feines, dezentes Gebäck, das dennoch eine wahre Geschmacksexplosion am Gaumen auslöst – Anisbögen sind wahrlich eine legendäre Kreation! Selbst jene, die dem intensiven Gewürz eher nicht zugeneigt sind, konnte ich bisher mit diesen Anisbögen restlos begeistern. Denn die Kombination des zarten, biskuitähnlichen Teiges mit den Anissamen ist einfach besonders….

Du kannst die Gewürzmenge selbstverständlich individuell an deine Vorlieben anpassen, allzu sparsam solltest du den Anis jedoch nicht einsetzen, denn das geht ganz klar auf Kosten des einzigartigen Geschmacks dieses köstlichen Gebäcks…

Die Tatsache, dass diese Anisbögen sogar NO CARB sind, ist auf die sehr ketofreundlichen Zutaten zurückzuführen. Denn außer dem Mandelmehl, den Eiern und dem Anis fallen alle anderen Ingredienzien ganz klar unter die Ein-Gramm-KH-Hürde. Dazu kommt, dass der Teig hochergiebig ist – es gilt, je dünner die Teigportionen auf das Backpapier gestrichen werden, desto feiner das Ergebnis. Zugegebenermaßen braucht es hierfür etwas Geschick – aber ich kann dich beruhigen: selbst wenn die Teigkreise etwas “dicker” geraten, schmecken die fertigen Anisbögen dennoch himmlisch… 😉

Obwohl der Teig in der Herstellung wirklich kinderleicht ist, braucht es für die Bögen ein wenig Geschick (und dazu idealerweise hitzeresistente Pfötchen und zügiges Arbeiten). Denn die fertig gebackenen Teigovale müssen so schnell wie möglich – also im noch heißen Zustand, möglichst schnell nachdem sie aus dem Backofen kommen, gebogen werden, da sie andernfalls sehr leicht brechen.

Wer sich diesen Stress nicht antun will, kann selbstverständlich auf Plan “P” ausweichen – in diesem Fall steht das P für “Platt” 😉 Mit anderen Worten schmecken die Anisbögen genauso fein, wenn sie nach dem Backen platt bleiben, anstatt in Form getrimmt zu werden – spart Zeit, Nerven und Verbrennungen 1. Grades an den Pfötchen….

Egal, ob als Bögen oder flache Plätzchen, dieses Anisgebäck wird  dich garantiert begeistern. Der “Keks” erinnert ein wenig an Hippenmasse – und ich denke, ich werde zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen, Hohlhippen daraus zu basteln. Durch die geschmolzene Butter im Teig ist ein schön “buttriger” Geschmack gegeben, ohne die Geschmacksknospen jedoch unangenehm zu strapazieren. Eben eine feine Butternuance, die perfekt auf den zarten Teig abgestimmt ist.

Der Anis on top ist dann das Tüpfelchen auf dem “i”. Ich habe auch versuchsweise einige Exemplare der Bögen ohne Anis gebacken und muss sagen, auch sie waren sehr lecker und bekömmlich, aber der geschmackliche Kick hat mir dann doch gefehlt. Daher mein Tipp: Anis aufs Gebäck und puren Genuss erleben….und im Übrigen tust du damit auch deiner Gesundheit etwas Gutes. Denn Anis wird als heilsam für Lunge, aber auch Magen und Darm seit Jahrhunderten mit Erfolg eingesetzt.

Übrigens werden die Anisbögen (oder Plätzchen) idealerweise offen und bei Raumtemperatur gelagert, da sie in ihrer Konsistenz eher fest und trocken, ein wenig mürbe sein sollen – im Unterschied zu Mürbteigkeksen & Co ist also explizit nicht gewünscht, dass diese Bögen weich werden. 

Bei Raumtemperatur trocken gelagert halten sich die Anisbögen bis zu zwei Wochen problemlos (falls sie vorher nicht alle aufgenascht sind). 😉

Also dann: Gutes Gelingen!

Viele Grüße
Bumblebee

Anisbögen ketogen

Rezept von Bumblebee im KetolandGang: Kekse und Kleingebäck, WeihnachtenSchwierigkeit: mittel
Portionen

80

Portionen
Zubereitungszeit

55

Minuten

Ein köstlich-zartes, aromatisches und herrlich duftendes Gebäck, das mit nur 0,2g KH pro Stück sogar No Carb ist! Selbstverständlich glutenfrei, mehlfrei und ohne Zucker.
Rezept ergibt circa 80 Anisbögen.

Zutaten

  • 4 Eier (L)

  • 160g Stevia-Erythrit (Süßkraft 1:1 wie Zucker)

  • 10 Stück Süßstofftabs (Süßkraft je Tab wie 6g Zucker)

  • 60g Mandelmehl (nicht entölt!)

  • 20g Proteinpulver neutral (ich verwende sportness von DM)

  • 20g Proteinpulver Vanille

  • 100g geschmolzene (und überkühlte) Butter

  • ca. 10g Anissamen zum Bestreuen

  • Zusätzlich:
  • Schaumrollenformen oder Kochlöffelstiel zum Biegen des Gebäcks

Zubereitung

  • Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Mehrere Backbleche mit Backpapier belegen.
    Stevia-Erythrit und Süßstoff zu feinem Pulver mahlen.
  • Eier mit dem Süßungsmittel in der Küchenmaschine circa 8 bis 10 Minuten auf höchster Stufe aufschlagen.
  • Geschmolzene Butter einlaufen lassen, zuletzt das Mandelmehl und Proteinpulver unterheben.
  • Teig mit einem Teelöffel in kleinen Portionen auf das Backpapier setzen und möglichst dünn ovalförmig glattstreichen.
    Mit Anissamen bestreuen.
    Achtung: Da die fertig gebackenen Anisplätzchen sehr schnell vom Blech gelöst und gebogen werden müssen, besser pro Backgang nicht mehr als 10 bis 12 Stück (je nach Anzahl der verfügbaren Kochlöffelstiele bzw. Schaumrollenformen) backen!
  • Im Ofen circa 5 bis 7 Minuten backen.
    Herausnehmen, sofort vom Backpapier lösen und noch heiß über Kochlöffelstiele/Schaumrollenformen legen, sodass halbrunde Bögen entstehen. Gebäck darauf vollständig abkühlen lassen (das geht sehr schnell, in der Zwischenzeit kann schon das nächste Blech gebacken werden).

Anmerkungen

  • Wer sich die etwas aufwändige Arbeit des Bogen-Biegens ersparen will, macht daraus einfach Anisplätzchen: die fertig gebackenen Plätzchen mitsamt dem Backpapier vom Blech ziehen und vollständig abkühlen lassen.
  • Anisbögen (Plätzchen) sollten bei Raumtemperatur und trocken gelagert werden und innerhalb von circa 2 Wochen verzehrt werden.


Nährwerte:

Nährwerte pro Stück (bei 80 Stück gesamt):

20.4

Nährwerte GESAMT:

1,632.5

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2 Replies

  1. Ich hätte mal eine doofe Frage, liebe Bumblebee, ich lese immer wieder von den Süßstofftabletten. Nimmst du da Steviatabletten? Oder andere? Die Rezepte, die ich gelesen habe, da fand ich keinen Kaufhinweis und stevia hat ja doch so seinen Eigengeschmack. Aber ich liebe Anis und kann es kaum erwarten die kleinen Schätzchen nachzubacken. Liebe Grüße und vielen vielen Dank für deine tollen Rezepte. Sandra

    1. Liebe Sandra,
      das ist ganz und gar keine doofe Frage, die du mir da bzgl. des Süßstoffes stellst – ich werde immer wieder gefragt, warum ich in sehr vielen meiner Rezepte auch Süßstoff zum Einsatz bringe und welches Produkt ich verwende. Also, ich benutze die ganz banalen Süßstofftabletten, die es in jedem Supermarkt und Diskonter zu kaufen gibt, wie zB von natreen. Diese kleinen Spender werden auch gerne zum Kaffee gereicht. Es sind keine Stevia-Tabletten, denn diese schmecken, wie du richtig sagst, eher unangenehm bitter und für mich persönlich “seifig”.
      Die Hauptbestandteile der klassischen Süßstofftabs sind im wesentlichen Cyclamat, Saccharin & dergleichen.
      Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten, wünsche dir gutes Gelingen der Anisbögen und eine schöne Adventszeit,
      viele liebe Grüße,
      Bumblebee

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