Kurz & knapp
Ketogene Palatschinken, ketogen und gelingsicher. Statt Mehl verwende ich Proteinpulver. Das Rezept ergibt 10 Portionen. Pro Palatschinke: 0,9 g KH und 155 kcal. Ohne Zucker, ohne Mehl, ohne Gluten.
Lecker schmecker! Anders lassen sich diese ketogenen Palatschinken (Pfannkuchen) nicht beschreiben, denn kein Mensch würde je auf die Idee kommen, dass diese goldbraun gebackene, hauchdünne Köstlichkeit durch und durch Low Carb ist und völlig ohne Mehl auskommt…mit sensationellen 0,9 Gramm KH pro Stück! 😍 Diese ketogenen Palatschinken sind die perfekte Low-Carb Variante des österreichischen Klassikers. Die Keto Palatschinken (aka Pfannkuchen) gelingen schnell und einfach.
Das wirklich Tolle an diesem Rezept ist, dass diese Palatschinken aka Pfannkuchen tatsächlich 1:1 wie das Original mit Mehl schmecken. Und daher mit einem hitverdächtig niedrigen KH-Gehalt von nicht einmal 1 Gramm pro Stück hunderprozentig ketogen sind.
Palatschinken/Pfannkuchen sind Eierspeisen aus Ei, Milch und Mehl, die in einer Pfanne gebacken werden. Der einzige – jedoch wesentliche – Unterschied zum klassischen Omelett ist die Tatsache, dass die Masse mit Mehl (bzw. in unserer Keto-Version mit Proteinpulver) gebunden wird.
Nun, auch die Dicke der Pfannkuchen könnte nicht unterschiedlicher zum Omelett sein. Denn richtig gute Palatschinken werden es dann, wenn die Fladen so dünn wie möglich gelingen! Hauchdünne „Palas“, in Frankreich auch Crêpes genannt, sind wirklich ein Hochgenuss! 💛💛💛
Diese Palatschinken ohne Zucker passen perfekt in eine ketogene Ernährung und können sowohl süß als auch herzhaft gefüllt werden.
Low Carb Palatschinken – die perfekte Grundlage für viele köstliche Rezepte
Ich liebe diese Palatschinken in allen Variationen, denn sie sind absolut vielseitig für Gerichte einsetzbar. Gefüllt mit ketotauglicher Marmelade, eingerollt und etwas mit Pudersüße verfeinert sind sie ein tolles (und schnelles) Dessert. Die Variante als Eispalatschinken – die warme Palatschinke gefüllt mit Eis – ist meine All-Time-Favourite Nachspeise, von der ich definitiv nicht genug bekommen kann…
Wärmstens empfehlen kann ich dir auch die wunderbaren, cremig-feinen überbackenen Topfenpalatschinken – eine typisch österreichische Süßspeise, die – mit aromatischer Vanillesauce serviert – bei allen Schleckermäulchen ganz oben auf der Hitliste steht. 😍
Aber auch mit pikanter Füllung – beispielsweise mit Frischkäse bestrichen oder mit Schinken und/oder Käse gefüllt und dann gerollt – sind sie ein wahrhaft delikater Snack, der im Nu zubereitet und außerdem auch mealprep-tauglich ist. 😊
Ketogene Palatschinken als Frittaten (Flädle) – die hitverdächtige Suppeneinlage
Und auch als Suppeneinlage eignen sich die Palatschinken hervorragend. Wir Ketarier müssen ja – sehr zu meinem Bedauern – auf leckere Suppeneinlagen-Klassiker wie Griesnockerl, Leberknödel und dergleichen verzichten. Umso toller ist diese Alternative: FRITATTEN! (So heißen sie in Österreich – in Deutschland kennt man diese Köstlichkeit unter dem Begriff Flädle).
Dazu wird einfach eine Palatschinke eingerollt, und mit einem Messer feinnnudelig geschnitten. Fertig ist die perfekte Einlage für deine Suppe! Ein besonderes Highlight sind die Frittaten übrigens in meiner weltbesten Hühnersuppe 🤩…
Wichtiger Tipp für deine ketogenen Palatschinken
Wie du anhand meiner Aufzählung der Verwendung in süßer sowie pikanter Hinsicht siehst, ist das Palatschinken-Rezept NEUTRAL. Das ist ein nicht zu unterschätzendes, überaus wichtiges Detail! Soll heißen: Der Teig wird NIEMALS gesüßt (auch dann nicht, wenn du die Palatschinken für ein süßes Gericht verwendest!) – denn dann würde er beweitem nicht so lecker schmecken! Vertrau mir, das ist wirklich so. 😉
Einzig eine winzige Prise Salz kommt als Würze hinzu – auf diese wiederum solltest du nicht verzichten. Glaube mir, sie macht geschmacklich das i-Tüpfelchen drauf. Aber wirklich nur eine kleine Prise Salz, bitte…
Ich wünsche dir gutes Gelingen und guten Appetit – hinterlasse mir gerne einen Kommentar und lass mich wissen, wie das Rezept dir gefallen hat.😊
Herzlichst,
das Hummelchen 🐝
Häufige Fragen
Ketogene Palatschinken: Wie viele Kohlenhydrate hat das Rezept?
0,9 g Kohlenhydrate pro Palatschinke, bei 155 kcal. Das ganze Rezept hat 8,7 g Kohlenhydrate.
Ist das Rezept glutenfrei?
Ja. Statt Getreidemehl verwende ich Proteinpulver. Das Rezept ist ohne Zucker, ohne Mehl und ohne Gluten, auch ohne zugesetztes Weizengluten.
Ketogene Palatschinken
Gang: BeilagenKüche: Österreichische KücheSchwierigkeit: mittel10
Portionen10
Minuten30
MinutenDas perfekte Palatschinkenrezept für Crepes, gefüllte Palatschinken, Fritatten und, und, und….
Ketogen, mehlfrei und zuckerfrei.
Rezept ergibt 10 Stück à 0,9 Gramm KH.
Zutaten
4 Eier (Größe L)
60ml Schlagsahne
80g Proteinpulver neutral (siehe Hinweis)
200 bis 250ml Wasser
Prise Salz
ca. 30g Butterschmalz zum Ausbacken der Palatschinken
- Außerdem:
Schneebesen, ggf. Stabmixer, beschichtete Pfanne, Pfannenwender, Backpinsel mit Plastikborsten
Zubereitung
- Eier mit der Schlagsahne mit einem Schneebesen gut verrühren.
- Proteinpulver, Prise Salz und Wasser (beginne mit 200ml und steigere bei Bedarf) hinzufügen und gut verrühren.
- Wenn sich kleine Klümpchen gebildet haben, geh diesen lästigen Dingern am besten mit einem Stabmixer an den Kragen und mixe das Ganze mit Vollgas einige Male durch ;-).
- Nun sollte ein homogener, leicht zähflüssiger Teig entstanden sein. Ist der zu dickflüssig, noch etwas Wasser hinzufügen.
Den Palatschinkenteig circa 10 Minuten rasten lassen. - Eine beschichtete Pfanne sehr heiß werden lassen.
Sobald die Pfanne sehr heiß ist, eine kleine Menge Butterschmalz (circa haselnussgroß) hineingeben und mit dem Backpinsel in der Pfanne verstreichen. - Nun die Pfanne anheben, mit der anderen Hand etwas Teig mittig in die Pfanne leeren und die Pfanne rasch drehen, sodass sich der Teig in der Pfanne möglichst gleichmäßig verteilt. Gegebenenfalls noch etwas Teig hinzufügen und weiter drehen, bis der gesamte Boden der Pfanne dünn mit Teig bedeckt ist.
- Pfanne zurück auf den Herd stellen, Hitze ein klein wenig reduzieren (bei mir ist das Stufe 8 von 9).
- Jetzt wird der Teig zunehmend heller, da die Unterseite anbäckt. Warte aber zumindest 1 bis 1 1/2 Minuten, bevor du vorsichtig versuchst, den Pfannenwender unter die Palatschinke zu führen. Ist die Palatschinke noch nicht ausreichend angebacken, reisst sie auseinander (wenn du Fritatten daraus bereitest, ist das allerdings egal ;-)).
Der perfekte Zeitpunkt ist hier alles. Ich mache es immer so: Wenn ich mir denke, jetzt ist es aber höchste Zeit zu wenden, warte ich immer noch 10 Sekunden und dann ist das Timing zum Wenden perfekt. - Die Palatschinke mit dem Pfannenwender rasch umdrehen und noch circa 1 Minute fertig backen.
Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.
Die fertigen Palatschinken auf einem Teller abkühlen lassen.
Anmerkungen
- Für Fritatten die Palatschinken einzeln einrollen und mit einem Messer feinnudelig schneiden.
Hallo, ich bin Sabine, aka Bumblebee!
Eigentlich dürfte eine Hummel gar nicht fliegen. Sie tut es trotzdem. Nach Colitis ulcerosa, Hashimoto und unzähligen Diäten habe ich mit ketogener Ernährung zu mir zurückgefunden. Seitdem tüftle ich an Keto-Versionen der österreichischen Klassiker, bis sie wie das Original schmecken und auch Mister Bumblebee überzeugen.
Meine Rezepte und Erfahrungen ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn du eine Erkrankung hast, besprich eine Ernährungsumstellung bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Du möchtest mich unterstützen?
Wenn dir meine Arbeit gefällt, dann würde ich mich sehr freuen, wenn du mir eine virtuelle Tasse Kaffee spendierst. DANKESCHÖN!
Nährwerte dieses Rezeptes:
Nährwerte pro Palatschinke (bei 10 Stück gesamt):
Nährwerte GESAMT:
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Die Masse in den Standmixer zu geben hat das Problem mit den Klumpen gelöst. Stabmixer hat bei mir nicht geholfen. Palatschinken schmecken super, danke fürs Rezept!
Die sind der absolute Kracher.
Lecker,lecker,lecker.
Back sie etwas dicker dann lassen sie
sich problemlos wenden.
Vielen Dank für dieses mega Rezept
Hallo, bitte entschuldigen sie,aber ich bekomme sie nicht gewendet. Sie zerfallen jedesmal. An was kann das liegen?
Hallo liebe Mandy,
so dünne Pfannkuchen herzustellen ist in der Tat ein bisschen tricky – bis man den Dreh raus hat 😉 Ich nehme an, sie zerfallen dir beim Versuch sie zu wenden, aber nicht dass der Pfannkuchen zerbricht, sondern der Teig zerfällt. Dann kann ich dir nur raten, dich beim Anbacken noch ein kleines bisschen mehr in Geduld zu üben. Der richtige Zeitpunkt entscheidet nämlich tatsächlich darüber, ob deine Palatschinken ganz bleiben oder nicht. Im Zweifel warte einfach noch 10 Sekunden länger, wenn die Ränder des Teiges deutlich heller werden. Dann nimm einen Pfannenheber und gehe damit ganz vorsichtig unter die Palatschinke, bis der Pfannenheber ungefähr mittig in der Pfanne ist (also sozusagen gut die Hälfte der Palatschinke am Heber ist). Dann mit einer zügigen Bewegung anheben und wenden und wieder zurück in die Pfanne befördern. Ich hoffe, ich konnte dir einigermaßen erklären, wie ich das mache.
Vielleicht mache ich ein kurzes Video dazu, dann ist es wahrscheinlich besser verständlich. Was meinst du?
Liebe Grüße,
Bumblebee 🐝
Danke für das Rezept, bei mir sind die Pfannkuchen leider auch sehr trocken geworden und auseinandergebrochen 🙁
Hallo Bumblebee. Hab dein Rezept ausprobiert, jedoch weniger Wasser verwendet, sonst wäre es sehr flüssig gewesen. Verwendet habe ich Sahne Protein, weil das hatte ich eh noch übrig. Ich finde sie sind gut geworden, würde ich wieder machen. Eine Frage habe ich jedoch:
Kann ich das Protein durch Kokosmehl ersetzen? Denkst du das würde funktionieren? Hab das noch übrig und weiß sowieso nichts gerade damit anzufangen. Danke vorab für deine Antwort 🙂 LG Julia
Liebe Bumble Bee,
Vielen dank für deine Tollen Rezepte die du mit uns Teilst. =)
Ich habe eine Frage.. ich habe gestern Abend die Palatschinken ausprobiert… ich habe dafür auch das neutrale Proteinpulver von Viptamin welches du auch benutzt hast genommen.
Ich habe alles nach deinen Angaben gemacht aber irgendwie sind mir diese einfach nicht so gelungen… Sie sind zerbrochen und auch vom geschmack her waren sie so trocken.. Ich frage mich an was das liegt.. als ich das Proteinpulver bekommen habe, habe ich das Pulver aufgrund von Platzmangel in der Küche in ein grosses luftdichtes Glas reingefüllt, es angeschrieben und es in unserem Keller (Haus) getan. Da ist es ziemlich Kühl, ich weiss nun nicht ob ich das Proteinpulver gar nicht hätte einfach in den Keller bringen sollen… oder liegt es evtl. am Glas, hätte ich es nicht da rein machen sollen?
Danke für deine Antwort und ganz Liebe Grüsse =) <3
Hallo liebe Qendresa,
danke für deinen netten Kommentar!
Bezüglich der Palatschinken/Pfannkuchen ist es leider tatsächlich so, dass das Ergebnis je nach verwendetem Proteinpulver abweichen kann. Deine Lagerung des Proteinpulvers hat auf das Resultat meiner Ansicht nach keine Auswirkung. Ich habe, bevor ich aus gesundheitsrelevanten Gründen auf das reine Proteinpulver von Viptamin gewechselt habe, immer mit dem sportness Proteinpulver (geschmacksneutral) von DM gearbeitet und damit ehrlich gestanden auch wirklich die besten Ergebnisse erzielt.
Leider haben die diesem Produkt beigefügten Zusatzstoffe – allem voran Siliciumdioxid (siehe dazu auch diesen Beitrag) – die Freude über die tollen Resultate erheblich getrübt. Ich für meinen Teil bemerke auch, dass ich SEHR empfindlich auf Nanopartikel & Co. reagiere und konnte zahlreiche Beschwerden, die mich trotz meiner ketogenen Ernährung begleitet haben, durch das Ausfindigmachen des „Übeltäters“ Zusatzstoff im Proteinpulver schlussendlich erklären. Mit dem Wechsel zum Bio-Proteinpulver sind auch die suspekten Symptome bei mir verschwunden. Daher kann ich das DM-Produkt nicht mehr guten Gewissens empfehlen – letzten Endes muss aber jeder für sich selbst entscheiden, welches Proteinpulver bevorzugt verwendet wird.
Vielleicht entscheidest du dich, das erwähnte Produkt auszuprobieren. Oder du startest einen weiteren Versuch mit dem Viptamin-Produkt und fügst dem Teig ca. 1/4 TL Xanthan hinzu – das sollte die Masse „geschmeidiger“ machen und ein Brechen der Palatschinken verhindern. Auch kannst du dem rohen Teig ein zusätzliches Ei hinzufügen, damit die fertigen Palatschinken dir nicht trocken geraten.
Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten, wünsche dir für deinen nächsten Versuch toi, toi, toi und würde mich freuen zu erfahren, wie das Ergebnis ausgefallen ist.
Herzliche Grüße aus dem Ketoland,
Bumblebee 🐝
Danke für das tolle Rezept, liebes Hummelchen! Anstelle des Wassers habe ich zuckerfreien Mandel-Drink von „Joya“ beigefügt (hat fast keine carbs) und was soll ich sagen – die Palatschinken wurden perfekt. Dazu habe ich gleich am Tag davor eine Keto-Erdbeermarmelade (auch dein Rezept) im Rohr garen lassen und die kam heute natürlich bei den Palatschinken zum Einsatz. Einfach köstlich! So lässt es sich wirklich gut leben… 😉
Hallo liebe Bumble Bee, kann man die fertigen Palatschinken einfrieren? Hab schon mal ne deftige Torte damit gemacht,aber das dauert ganz schön lange.ergo wollte ich die Palatschinken zwei Tage vorher preppen.
Hallo liebe Kerstin,
ich friere die fertigen Palatschinken immer als Frittaten (also eingerollt und nudelig geschnitten für die Suppeneinlage – übrigens ein Traum in der ultraköstlichen Hühnersuppe!) ein. Da dies problemlos funktioniert, spricht aus meiner Sicht auch nichts dagegen, die ganzen Palatschinken einzufrieren. Da die Herstellung, wie du richtig sagst, doch etwas zeitaufwändiger ist (genau wie beim High Carb Original), ist es sicherlich eine gute Idee, die leckeren Dinger auf Vorrat zu backen und einzufrieren.
Eine deftige Palatschinkentorte stelle ich mir übrigens seeeeeeeeeeeehr lecker vor! Ich würde mich freuen, wenn du mir ein Foto hier uploaden könntest von deiner pikanten Pala-Torte!
In diesem Sinn bis hoffentlich bald 😉
Ganz liebe Grüße und noch einen wunderbaren Sonntag,
das Hummelchen 🐝
Hallo liebe Bumblebee!
Ich habe gerade deine Seite entdeckt und finde sie in der Kürze wo ich ein wenig reingesehen habe genial.
Aber was ist mit dem Stevia, was ja auch nicht unumstritten ist.
Hast du dir da ebenfalls Gedanken gemacht da du ja besonderst Wert legst auf Gesunde Zutaten, was ich natürlich TOLL finde.
Würde nach Antwort deine Seite gerne abonieren und meinen Haushalt darauf umstellen.
Vielen DANK für deine Rückmeldung.
Liebe Grüße aus Niederösterreich
Otmar
Hallo lieber Otmar,
zuallererst möchte ich mich für meine viel zu späte Antwort auf deinen netten Kommentar entschuldigen!
Leider war 2022 ein gesundheitlich sehr turbulentes Jahr für mich, sodass es mir lange Zeit nicht möglich war, mich meinem Blog zu widmen. Und auch, wenn meine Antwort wahrscheinlich keine große Relevanz mehr hat, ist es mir jedoch ein großes Anliegen, nun, wo es mir endlich wieder besser geht, sämtliche Kommentare und Mails zu beantworten.
Demnächst starte ich hier hoffentlich auch bald wieder mit neuen Kreationen durch ☺️. Danke für dein Verständnis und deine Geduld!
Es freut mich riesig, dich hier bei mir „im Ketoland“ begrüßen zu dürfen. Und ich hoffe, du findest die eine oder andere Gaumenfreude, die deinen ketogenen Speiseplan bereichern wird. Du hast mit deiner Anmerkung hinsichtlich Süßungsmittel selbstverständlich Recht – wobei derzeit ja vielmehr das Erythrit im Kreuzfeuer steht als Stevia.
Ich habe mich mit Zuckeralternativen insofern auseinander gesetzt, als dass ich mich quasi als Versuchskaninchen durch alle gängigen Süßstoffe und Süßungsmittel durchgetestet habe. Die Ergebnisse meiner Selbsttestung sind daher selbstverständlich nicht repräsentativ (aber das ist die Studie über die vermeintlichen Erythrit-Schäden für die Gesundheit, die derzeit medial „als Sau durchs Dorf gepeitscht wird“ auch nicht).
Wenn du meine sehr persönliche Geschichte gelesen hast, dann weißt du, dass ich an einer sehr schweren (vermeintlich chronischen und unheilbaren) Autoimmunerkrankung des Darmes leide (Colitius Ulcerosa und Morbus Crohn). Daher kann ich mit Fug und Recht behaupten, ein besonders „empfindlicher“ Proband zu sein. Meinen persönlichen Erfahrungsbericht findest du nachstehend. Möchtest du dich mehr auf die wissenschaftlich-professionelle Komponente fokussieren, so kann ich dir Julia Tulipan, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaften und ketogener Ernährung, sehr empfehlen. Ihre Expertise zu ketogener Ernährung findest du unter anderem in ihrem Bestseller „Keto-Kompass“ (klare Leseempfehlung von Hummel-Seite 🙂).
Grundsätzlich möchte ich betonen, dass die „süßen“ Nachbauten hier auf meinem Blog nicht dazu gedacht sind, sich diese im Rahmen einer ketogenen Ernährung tagtäglich und womöglich in großer Menge zu gönnen (auch, wenn es vom Kohlenhydratgehalt her zulässig wäre). Das wird ja auch bei zuckerhaltigen Süßspeisen und Naschereien nicht empfohlen. Es geht mir vielmehr darum, Menschen, die sich (wie ich) ketogen ernähren müssen (sei es wegen Epilepsie, Migräne oder auch Diabetes oder anderen gesundheitlichen Aspekten) die Möglichkeit zu geben, gelegentlich etwas naschen zu können – und somit das „Durchhalten“ der sehr kohlenhydratlimitierten Ernährung in unserer High Carb Welt, wo überall Versuchungen lauern, zu erleichtern.
Unter dieser Prämisse gilt daher für mich ganz grundsätzlich: Die Dosis macht das „Gift“.
Dass Industriezucker demgemäß zu den fatalen Giften für unsere Gesundheit gehört, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Und während Zucker früher in quasi homöopathischen Dosen in Apotheken zu kaufen war, beläuft sich der Zuckerkonsum des Durchschnittsbürgers heute auf rund 30 Kilogramm (!) Zucker pro Jahr. Und die Zuckerlobby ist extrem stark. Ich kann nur jedem das sensationell spannende Buch von Hans-Ulrich Grimm „Garantiert gesundheitsgefährdend – wie uns die Zuckermafia krank macht“ empfehlen. Da bleibt einem beim Lesen der Mund offen stehen.
Wer es ohne Naschen nicht aushält, für den empfehlen sich also Alternativen zu Zucker. Allen voran erfreuen sich die beiden Zuckeralkohole Xylit und Erythrit großer Beliebtheit. Während Xylit im Dickdarm verstoffwechselt wird (und vielen Menschen – einschließlich meiner Wenigkeit – enorme Bauchschmerzen bereitet), findet dieser Prozess bei Erythrit im Dünndarm statt (und ist wesentlich bessser verträglich). Darmempfindlichen Menschen wird geraten, mit einer geringen Dosis zu beginnen und sich allmählich zu steigern, damit der Körper sich daran „gewöhnen“ kann.
Ich persönlich vertrage Erythrit völlig problemlos – einzig der „kalte“ Geschmack im Mund stört mich bei diesem Süßungsmittel enorm. Daher bin ich dazu übergegangen, Stevia-Erythrit zu verwenden, welches eine 1:1 Süßkraft von Zucker aufweist. Die darin enthaltenen Steviol-Glykoside sind 200-400 Mal süßer als Haushaltszucker und als Süßstoff E 960 EU-weit zugelassen.
Das käufliche Stevia-Erythrit enthält 99 Gramm Erythrit und 1 Gramm Steviolglykoside (auf 100 Gramm Produkt).
Frühere Bedenken, dass Stevia krebserregend und erbgutschädigend sei, hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einem Gutachten ausgeräumt, solange die Höchstmengen eingehalten werden. Diese Höchstmenge (ADI = Acceptable Daily Intake) liegt bei zehn Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Auch hier gilt also wieder der Grundsatz – die Menge macht’s.
Auch in Sachen Süßstoffe habe ich mich durchgetestet. Grundsätzlich versuche ich, wo immer es geht, Sucralose und Aspartam zu vermeiden. Ich setze, wenn ich zu Süßstoff greife, eher auf die „alten“ künstlichen Süßstoffe wie Natriumcyclamat. Maltodextrin eignet sich nicht als ketotaugliches Süßungsmittel, da es einen starken Blutzuckeranstieg bewirkt. Unter Sportlern ist Maltodextrin sogar als „Weight Gainer“ bekannt. Denn der Stoff sorgt dafür, dass der Körper Insulin ausschüttet und dadurch Muskeln schneller aufbaut.
Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick meiner – subjektiven – Einschätzung der verschiedenen Zuckeralternativen geben. Solltest du professionelle Expertise hinzuziehen wollen, kann ich dir, wie bereits weiter oben erwähnt, Julia Tulipan sehr empfehlen. Besonders sehenswert ist auch ihre aktuelle Stellungnahme zum heiß diskutierten Thema „Erythrit – schädlich ja oder nein“ auf ihrem YouTube Kanal.
Herzliche Grüße nach Niederösterreich aus dem Salzkammergut (auch bekannt als Ketoland 😉) sendet dir
das Hummelchen 🐝
Huhu,
ich habe dein Rezept heute das erste mal ausprobiert und mir sind alle kaputt gebrochen 🙁
woran kann das liegen? 🙁
Hallo liebe Angelina,
zuallererst möchte ich mich für meine späte Antwort auf deine Frage entschuldigen! Leider war 2022 nicht so ganz mein Jahr, sodass ich mich lange Zeit nicht meinem Blog widmen konnte. Aber es ist mir ein großes Anliegen, nun, wo es mir wieder besser geht, sämtliche Kommentare und Mails zu beantworten. Getreu dem Motto: Besser spät als nie. 😬 Danke für dein Verständnis!
Dass dir die Palatschinken nicht wie erwartet gelungen sind, tut mir wirklich sehr leid. Wenn die Palatschinken gebrochen sind, dann waren sie definitiv zu fest und meiner Meinung nach könnte das verwendete Proteinpulver dafür verantwortlich sein. Darf ich fragen, welches Produkt du verwendet hast? Und wie war der Palatschinken-Teig in seiner Konsistenz? Eher flüssig-weich (so in etwa wie auftetaute Eiscreme – ein besserer Vergleich fällt mir dazu leider nicht ein) oder eher fest und kompakt?
Ich hoffe, wir können die Ursache gemeinsam herausfinden (auch, wenn dein Kommentar schon viele Wochen zurück liegt).
Herzliche Grüße
das Hummelchen 🐝
Hallo liebe Bumblebee 🙂
Jetzt ist es höchste Zeit, dass ich auch mal ein Kommentar da lasse.
Ich habe mich vor 4 Jahren bereits low carb ernährt. Allerdings haben mir da als Österreicherin immer Mehlspeisen gefehlt und meine Speisenauswahl war irgendwann ziemlich eintönig.
Ich bin so froh, deinen Blog gefunden zu haben!!
Seit dem neuen Jahr starte ich mit low carb wieder durch und hab bereits massenhaft Rezepte von dir gespeichert.
Da ich nun alle Mehle bekommen habe, die du empfiehlst, kann es los gehen und ich werde jedes Rezept kommentieren :).
Das erste Rezept der Palatschinken hat mich und meinen Partner absolut überzeugt!!! Endlich ein Teig, der super gut schmeckt! Das „Original“ vermissen wir gar nicht!
Das Brioche ist gerade im Ofen, morgen gibt es die Burger Buns und abends die Mohnnudeln.
Und weil das Rezept der Palatschinken so toll ist, kann ich am Montag eine Fritattensuppe machen. Denn das ist sein Lieblingsessen 🙂
Ganz liebe Grüße aus Tirol,
Lena
Hallo liebe Lena,
ein herzliches „Griasdi“ – ich freue mich, dass du mich gefunden hast und dich auf meinem Blog begrüßen zu dürfen 🙂
Wie schön, dass ich mit meinen ketogenen Kreationen einen kleinen Beitrag leisten kann, deinen kohlenhydratarmen Speiseplan ein wenig leckerer und abwechslungsreicher zu gestalten! Dass ich mit meinen Rezepten deinen Geschmack treffe und dass du so begeistert und fleißig danach kochst, ist für mich das schönste Feedback, das ich mir nur wünschen kann! Ich hoffe, die Buns, Mohnnudeln und Brioche konnten dich ebenfalls geschmacklich überzeugen!
In diesem Sinne wünsche ich dir einen wunderbaren und vor allem genussvollen Sonntag und sende dir
ganz liebe Grüße aus dem sonnigen Salzkammergut (aka „Ketoland“ ;-)),
das Hummelchen
Grias di :D,
Ja das Brioche ist auch toll. Da hab ich bereits einen Kommentar geschrieben, den du eh schon beantwortet hast.
Die Buns habe ich gerade aus dem Ofen geholt und kann es kaum erwarten, sie zu probieren :).
Ebenfalls sonnige Grüße ins wunderschöne Salzkammergut,
Lena
😍😍😍