Meine Geschichte

Allem voran kann ich sagen, dass ich mir wünsche, ich hätte schon vor zwanzig Jahren oder länger Bekanntschaft mit ketogener Ernährung geschlossen. Dann wären mir extreme Gewichtsschwankungen und große gesundheitliche Probleme womöglich erspart geblieben.

Bevor ich nun aber meine Geschichte erzähle, die gute Nachricht zuerst:
Ich habe es geschafft, zu körperlicher und auch psychischer Gesundheit zurückzufinden. Nach einem langen Weg und endlos vielen gescheiterten Versuchen habe ich die richtige Ernährung gefunden, die mir ohne Hungern, ohne Verzicht und ohne Probleme zu einem neuen Körpergefühl verholfen hat.

Mein Leben war stets geprägt von einer regelrechten Sucht nach Kohlenhydraten – ein schier unbändiges Verlangen nach Süßem, Brot, Nudeln, Kartoffeln, Softdrinks & Co.

Dazu gesellte sich mit der Zeit eine schwere Essstörung, die durch das Essen von kohlenhydratreichen Speisen offenbar extrem getriggert wurde. Denn bei einem Fressanfall habe ich, rückwirkend betrachtet, fast nur Kohlenhydratbomben in mich hineingestopft, also zucker- und stärkereiche Lebensmittel wie Kekse, Pizza, Nudelgerichte und dergleichen.

Meine Gewichtsschwankungen begleiten mich daher quasi schon mehr als mein halbes Leben. Zunehmen, Diät machen und runterhungern, wieder zunehmen – ein Kreislauf, der mich psychisch und körperlich an die Grenzen der Belastbarkeit brachte. 

Dreimal Hölle und zurück

Besonders in meinen drei Schwangerschaften entgleiste regelmäßig mein geschundener Stoffwechsel: ich nahm in jeder Schwangerschaft zwischen 38 und 44 (!) Kilogramm an Gewicht zu, und das immer innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes von nur circa fünf Monaten.


Mein Höchstgewicht pendelte sich dann jeweils bei rund 110 kg ein (bei einer Körpergröße von 1,73cm entspricht das einem BMI von 36,8). In Kleidergrößen ausgedrückt: ich hatte alle Mühe, noch in eine Hose Größe 46 zu passen. Medizinisch gesehen war ich adipös, schwer übergewichtig also.

Bumblebee vor der Umstellung auf ketogene Ernährung und 1 Jahr später
Bumblebee vor der Umstellung auf ketogene Ernährung und 1 Jahr später

Es war der pure Horror, und trotzdem war ich hilflos. Mir ging es schlecht, sehr sehr schlecht sogar. Bluthochdruck. Schmerzen. Unwohlsein. Selbst mein Frauenarzt betonte stets, wie leid ich ihm tue, weil er mich ja als schlanke Person zu Beginn der Schwangerschaft kannte und er – so wie ich – jedesmal (vermeintlich) tatenlos zusehen musste, wie mein Körper eine Metamorphose zum Schwergewicht vollzog.

Verzweiflung und Resignation

Irgendwann hat jede Schwangerschaft ein Ende – in meinem Fall jeweils ein vorzeitiges, da mein Herz das viele zusätzliche Gewicht nicht mehr schaffte und mein gesamter Stoffwechsel am Zusammenbrechen war. Aber nur weil die Schwangerschaft vorbei ist heißt das noch lange nicht, dass es einem ratz-fatz wieder gut geht!

Dass plus vierzig Kilo oder mehr nach einer Entbindung nicht so mir nichts, dir nichts verschwinden, brauche ich wohl nicht gesondert zu erwähnen. Meist zwang ich mich danach zu radikalen Diäten und hungerte mich mühsam wieder auf mein altes Gewicht zurück. Das gelang mir nach den ersten beiden Schwangerschaften zwar ganz gut, aber dummerweise begann mein Körper, mir zunehmend einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Permanente Müdigkeit und Erschöpfungszustände bestimmten meinen Alltag mehr und mehr. Ich hatte auch lange nach der letzten Schwangerschaft mit Wassereinlagerungen zu kämpfen, dazu gesellten sich mysteriöse Gelenkschmerzen in beiden Knien, die sich medizinisch nicht erklären ließen.

Als wäre das alles nicht schon genug, bekam ich auch noch starke Akne am Rücken, am Dekolleté und im Gesicht. Hartnäckige, migräneartige Kopfschmerzen quälten mich fast jeden Tag. Wenn ich sage, ich fühlte mich damals unwohl, wäre das stark untertrieben.


Aber abgesehen von meinem, nun ja, desolaten körperlichen Zustand hatte ich auch zunehmend mit psychischen Problemen und depressiven Verstimmungen zu tun.

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Ganz “nebenbei” wurde dann eine Hashimoto-Thyreoditis bei mir diagnostiziert – was schließlich einen Teil meiner Beschwerden, aber noch lange nicht meinen jämmerlichen Gesamtzustand erklärte. Deshalb brachten die verschriebenen Schilddrüsenhormone auch nur sehr bedingt Besserung. Speziell die bleierne Müdigkeit, die besonders intensiv immer nach dem Essen auftrat, und auch die Wassereinlagerungen waren nicht in den Griff zu bekommen. Deshalb begann ich in meiner Verzweiflung, mich von einer Ernährungsform in die nächste zu stürzen.

Die Wende in meinem Leben

2013 war dann der absolute gesundheitliche Tiefpunkt erreicht. Nachdem ich mir von einer Umstellung auf vegane Ernährung die erhoffte Besserung meiner angeschlagenen Gesundheit erhofft hatte, erlitt ich im März 2013 plötzlich so starke Koliken, dass ich wirklich dachte, ich würde an Ort und Stelle sterben.

Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es sich um Gallenkoliken handelte, das hat man erst diagnostiziert, nachdem ich mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht worden war – es waren unvorstellbare Schmerzen. Als der Arzt mir offenbarte, dass ich Gallensteine hätte und meine Gallenblase sofort operativ entfernt werden müsste, da meine Leber dadurch bereits entzündet war, brach ich in schallendes Gelächter aus (da hatten meine Schmerzmittel schon ihre Wirkung getan ;-).

Das konnte nicht sein, ich lebte immerhin seit fast einem Jahr vegan, also absolut cholesterinfrei – wie passt das mit Gallensteinen zusammen?

Es waren tatsächlich Gallensteine gewesen – allerdings keine grünen, großklumpigen Cholesterinsteine, sondern so genannte Oxalatsteine. Schwarze, teer-artige Kieselsteinchen – die ich mir sozusagen gezüchtet hatte, weil ich sehr oxalsäurereiche Lebensmittel (Spinat, Mangold, Mandeln, schwarzer Tee, Rharbarber, etc.) zu mir genommen hatte. Diese eher ungewöhnlichen Oxalatsteine hatten eigentlich schon einen ganz konkreten Hinweis dargestellt, dass mit meinem Körper etwas Gravierenderes nicht stimmt. Aber leider bin ich nicht an kompetente Ärzte geraten….


Ganz nebenbei erwähnt hatte ich mit der veganen Ernährung meine überflüssigen Kilos in keinster Weise in den Griff bekommen, obwohl ich sehr gesund aß und nicht naschte.


Deshalb war nach der Gallenblasen-Operation für mich klar, dass mein Leben als Veganer für mich ein für allemal endete, in der Hoffnung, dass mein Körper nie wieder Oxalatsteine produziert. “Back to normal” hieß die Devise – also zurück zur klassischen, kohlenhydratlastigen Mischkost.

Eine Diagnose jagte die nächste

Mein Leidensweg ging weiter. Zur extremen Müdigkeit und Abgeschlagenheit kamen nun immer häufiger auch starke Übelkeit und Bauchschmerzen dazu. Und höllische, quälende Kopfschmerzen, gegen die kein Schmerzmittel wirkte. Diese Beschwerden zogen sich über Monate hinweg und wurden immer stärker. Nachdem auch noch blutiger Durchfall auftrat – bis zu 20 Mal am Tag – bekam ich es schließlich mit der Angst zu tun. Ich ging ungefähr ein Dutzend Mal in die Ambulanz des örtlichen Krankenhauses und schilderte mein Problem.

Jedes Mal war es dasselbe Prozedere: Ab zum Ultraschall – der zeigte nichts Auffälliges, weshalb ich stets mit folgenden Worten entlassen wurde: “Da ist nichts. Sie haben wahrscheinlich eine Darminfektion (gehabt). Wenn jemand so dick ist wie Sie, kann er keine schwere Darmerkrankung haben.” Peng, das saß! Ja, ich war nach wie vor bei fast 100 Kilogramm Gewicht (was ich in Anbetracht der monatelangen, schweren Durchfälle selber nicht verstehen konnte), aber man attestierte mir aufgrund meiner überschüssigen Kilos gleichsam, ich würde simulieren, mir das Ganze bloß ausdenken!

In meiner Verzweiflung suchte ich weitere 2 Monate später, in denen die blutigen Durchfälle nicht weniger geworden waren, einen praktischen Arzt auf und schilderte ihm, nervlich völlig am Ende, mein Problem. Der Arzt war schockiert über meine Story und empörte sich darüber, dass man bislang keine Darmspiegelung gemacht hatte – denn das gehöre bei den geschilderten Symptomen zur Basis-Untersuchung. Sofort schrieb er mir eine Überweisung ins Krankenhaus, wo ich bereits am nächsten Tag stationär aufgenommen wurde.


Die Darmspiegelung brachte Ernüchterndes zutage. Gesenkten Hauptes kam der Oberarzt zur Tür herein und entschuldigte sich, dass man mich im letzten halben Jahr immer wieder abgewiesen hatte. Denn 40 Zentimeter meines Dickdarms waren hochgradigst entzündet. Diagnose: Colitis ulcerosa, eine unheilbare entzündliche Autoimmunerkrankung des Dickdarms.

Ich hatte also eine schwere Darmerkrankung und war trotzdem dick – ich meine, wie ungerecht kann das Leben eigentlich sein?

In dem Moment, als mir die Diagnose eröffnet wurde, war ich einerseits froh, dass sich meine Beschwerden nicht als Darmkrebs entpuppten, aber CU, unheilbare Krankheit, Autoimmungeschehen – das zog mir den Boden unter den Füßen weg!


Meine erste Reaktion war die Frage, ob ich nun gewisse Lebensmittel nicht mehr essen sollte, denn es handelte es sich ja um eine Krankheit des Verdauungstraktes und möglicherweise würde die Ursache in einer Unverträglichkeit liegen. Der Arzt wiegelte sofort ab und meinte, essen könne ich alles – ich müsse nur meine Medikamente nehmen…

Da blickte ich nach oben zur Infusionsflasche, aus der hochdosiertes Kortison zur schnellen Linderung der Entzündungen in meine Venen tropfte. Für die Zeit danach sollte ich mit einer lebenslangen immunsuppressiven Therapie (also einer lebenslangen Chemotherapie zur Unterdrückung des Immunsystems) behandelt werden. Damit wäre mir ein weitgehend normales Leben trotz CU möglich, so der Doc.

Der Kampfgeist erwacht

Die Kortisoninfusionen wirkten zwar, doch auch nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen worden war musste ich noch wochenlang Kortisoneinläufe machen, da die massive Entzündung sich nur sehr schleppend zurückbildete. Und kaum setzte ich diese Einläufe ab, waren die blutigen Durchfälle und Bauchkrämpfe wieder da.

Ich war wütend. Ich war verzweifelt und auf der Suche nach Hilfe. Daher suchte ich schließlich einen renommierten Gastroenterologen auf, der auf CU und Morbus Crohn spezialisiert ist. Im Wartezimmer des Privatarztes dann der Schock: Da saßen fünf Patienten gemütlich beisammen, mit mitgebrachtem Tee und Snacks, und jeder hing an einer Infusionsflasche. Der Anblick war sehr befremdlich.

Nach einer Weile konnte ich meine Neugierde nicht länger zurückhalten und fragte eine der Damen, was sie denn da für ein Medikament bekäme. Es stellte sich heraus, dass es genau jenes Mittel war, das man auch mir per sofort verabreichen wollte! Alle diese Patienten hatten entweder Morbus Crohn oder Colitis und alle erhielten dieselbe Therapie. Immunsuppressiva vom Feinsten – deshalb müssen die Patienten die Infusionen auch beim Arzt, und das über einen Zeitraum von mehreren Stunden, bekommen, da eine häufige Nebenwirkung unter anderem ein Atemstillstand (!) ist.

Da ist es sicherlich günstig, wenn man sich bereits in der Arztpraxis befindet und der Arzt rasch eingreifen kann.

In diesem Moment wurde mir klar: Das ist nicht mein Weg! Ich stand auf und verließ die Arztpraxis. Ich wusste nun zumindest, dass es den letzten “Rettungsanker” Infusionstherapie zur Unterdrückung der Krankheitssymptome gibt, wenn wirklich gar nichts mehr hilft.

Aber ich wollte mehr! Ich wollte die Ursachen der Krankheit bekämpfen, nicht nur Symptome kaschieren und dafür heftigste Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Ich war fest entschlossen, es zu versuchen.
Denn meine innere Stimme sagte mir, dass die Ernährung das Um und Auf ist, diese Krankheit in den Griff zu bekommen.

Dieser inneren Stimme habe ich es zu verdanken, dass ich – gerade noch rechtzeitig – die absolute Neuausrichtung meiner Ernährung gemacht habe. Und wie wir alle wissen, können wir auf unser Bauchgefühl zu 100 Prozent vertrauen.
Ich ließ mich also auf mein ganz persönliches “Gesundheitsexperiment” (mit dem “Auffangnetz” der Infusionstherapie, falls es nicht klappen sollte) ein.

Der Weg ist das Ziel

Hoch motiviert, dieser schrecklichen Krankheit den Garaus zu machen, begann ich zu recherchieren. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe nicht sofort die ketogene Ernährung für mich entdeckt. Aber der erste entscheidende Schritt war: Weg von Gluten.

Ich habe dutzende Bücher zum Thema verschlungen und das, was ich las, hat mir die Augen geöffnet. Mir schien fast, als wäre in all den Büchern mein persönlicher Leidensweg mitsamt all der diffusen Symptome, die kein Arzt jemals richtig zu deuten wusste, beschrieben.

Ich verzichtete also ab sofort auf jegliche glutenhaltigen Lebensmittel. Es dauerte ungefähr acht Wochen, bis ich eine wesentliche Besserung meiner Colitis bemerkte. Voller Freude stellte ich fest, dass heutzutage im Supermarkt eine Vielzahl von glutenfreien Broten, Kuchen & Co. erhältlich sind – nur wurde mir auch schnell klar, dass ich hiermit nur ein Übel gegen das andere tauschte. Denn erstens enthalten ALL diese glutenfreien Produkte bedenkliche Zusatzstoffe, und zweitens wird als Hauptersatz für Mehl Mais- oder Kartoffelstärke verwendet. Was zur Konsequenz hatte, dass sich meine Colitis wieder massiv verschlechterte.


Ich muss zugeben, ich fiel damit in ein richtiges Selbstmitleids-Loch. Es gäbe glutenfreie Produkte, aber ich darf sie nicht essen. Und das passierte ausgerechnet mir, dem Kohlenhydrat-Junkie schlechthin, die jede Woche mindestens 3 Kuchen oder Torten buk!

Ernährung 3.0

Heute bin ich zutiefst dankbar für die negativen Erfahrungen, die ich mit glutenfreien Produkten gemacht habe. Denn letzten Endes zwangen sie mich zum Verzicht auf jegliche stärkehaltige Produkte.
Diese Planänderung hatte nach intensiver Recherchearbeit nach “glutenfreien und bauchfreundlichen” Brot-Alternativen auch einen Namen: Low Carb.

Mit Low Carb gelang mir in der Tat ein Meilenstein in Sachen Gewichtsreduktion UND Gesundheit. Ich hatte schon immer sehr gerne Obst und Gemüse gegessen, sodass mir diese Form der Ernährung als absolut geeignet schien. In Kombination mit intermittierendem Fasten purzelten die Kilos schnell. Päng! Das Fasten war zwar hart – ich wählte die Variante, bei der man alternierend einen Tag fastet und einen Tag isst – aber wirklich hoch effektiv. Das Selbstbewusstsein stieg mit jedem verlorenen Fettpölsterchen und ich schöpfte wieder neuen Mut.

Nur: die gesundheitlichen Probleme holten mich wieder ein. Denn ich füllte mein Tageskontingent von rund 130 Gramm Kohlenhydraten mit reichlich Obst – Bananen und Äpfel standen ganz oben auf meiner Hitliste. Und ich war der Meinung, ich würde mir damit etwas Gutes tun! Pustekuchen!

Wie schlimm sich der hohe Obstverzehr auf meine Darmentzündung auswirkte, möchte ich dir im Detail ersparen. Fakt ist: Ein normales Leben war mir nicht mehr möglich – und ich war kurz davor, von meinem “Fallnetz” Gebrauch zu machen und in die Immunsuppressivtherapie einzuwilligen. Denn meine Lebensqualität war nicht mehr gegeben. Als Frau mit Anfang Vierzig Windeln tragen zu müssen, das war nicht mein Lebensplan. Zudem war mein Gewicht sukzessive wieder angestiegen und ich hatte seit geraumer Zeit wieder mit Wassereinlagerungen zu kämpfen.

Doch GOTTSEIDANK stieß ich, eigentlich durch puren Zufall, auf ketogene Ernährung. Ich beschloss, diesen allerletzten Versuch noch zu wagen – denn schlimmer konnte es ohnehin nicht mehr werden – und sollte auch dies keine Besserung bringen, wäre ich bereit, nach Ausschöpfung aller Optionen doch in die Infusionstherapie einzuwilligen.

Nun, ich habe nie mit der Immunsuppressivtherapie begonnen. Ganz einfach weil ich sie nicht benötige. Durch die Umstellung auf ketogene Ernährung habe ich meine Gesundheit wiedererlangt. Hätte ich vor vielen Jahren die bleierne Müdigkeit nach dem Essen nur richtig gedeutet, mir wäre ein langer Leidensweg erspart geblieben. Denn mein Körper kann offenbar einfach nicht gut mit Kohlenhydraten umgehen, weder mit glutenhaltigen noch mit glutenfreien.

Mag sein, dass mein Körper möglicherweise besonders sensibel ist und extrem auf die Zufuhr von Kohlenhydraten reagiert. Doch, um ganz ehrlich zu sein, denke ich das nicht.

Nachdem ich mich auch mit ketogener Ernährung sehr intensiv auseinander gesetzt habe, bin ich überzeugt, dass die kohlenhydratlastige Ernährung unserer Zivilisation keinem Menschen gut tut. Denn wir sind von Natur aus einfach nicht darauf ausgelegt – und die Vielzahl der “Wohlstandskrankheiten” ist für mich ein eindeutiges Indiz dafür.

Das Problem des Übergewichts ist nur das sichtbar gewordene Dilemma eines aufgrund falscher Ernährung entgleisten Stoffwechsels.

Viele Menschen in meinem Umfeld haben mich, inspiriert durch meine Geschichte, schon gebeten, ihnen auf ihrem ganz persönlichen Weg zur ketogenen Ernährung Hilfe und Unterstützung zu geben.

Und ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass jeder Einzelne, der den Weg der Umstellung auf Ketose geschafft hat, eine wesentliche Besserung seines persönlichen Befindens erreicht hat. Keto bedeutet, nicht Kalorienzählen zu müssen und reichlich Fett, den Geschmacksträger Nummer 1, verzehren zu dürfen. Und dabei abnehmen beziehungsweise mühelos sein Gewicht zu halten – bei maximalem Wohlbefinden und einer nie da gewesenen mentalen Klarheit.

Wer einmal diesen “Luxus” lebt und liebt, wird ihn freiwillig nicht so leicht aufgeben.

Herzlichst,
Bumblebee im Ketoland

6 Replies

  1. Liebe
    Sabine,

    ich bin bei der schon ziemlich verzweifelten Suche nach brauchbaren Keto-Ideen auf Dich
    gestoßen und bin hin und weg von Deinem Blog!

    Deine Geschichte
    hat mich sehr getroffen. Vor Allem, dass Ärzte Dich so lange abgewiesen und sozusagen
    als Simulantin abgestempelt haben, tut weh. Umso mehr freut es mich, dass es
    Dir jetzt gesundheitlich offenbar sehr gut geht. Jedenfalls wirkt es so, denn das
    Bild, auf dem Du in die Kamera schaust, strahlt ziemliche Lebensfreude aus.

    Was ich aber
    eigentlich möchte ist: mich bedanken! Ich mache nun zum 2. Mal Keto (beim
    ersten Mal bin ich nach ca. zwei Monaten durch den Tod meiner Mutter völlig aus
    der Bahn geworfen worden) und bin „in der 4. Woche“ 😊

    Dank Deiner „das-Wasser-im-Mund-zusammenlaufen-lassenden“
    Rezepte werde ich ganz sicher weiter durchhalten und es genießen!

    DANKE!

    Und liebe
    Grüße von Anke

    1. Liebe Anke,
      vielen herzlichen Dank für deine lieben Zeilen und dein tolles Feedback – ich freue mich ganz besonders darüber, dass die Liebe und Arbeit, die ich in meinen Blog stecke, auf Begeisterung stößt! Deine Worte sind eine unglaubliche Motivation für mich – ein RIESENDANKESCHÖN dafür! :-*
      Danke auch für die Anteilnahme an meiner Geschichte. Leider bin ich absolut kein Einzelfall, was Dutzende Nachrichten an mich zeigen, in denen mir Ähnliches geschildert wird. – Ein Grund mehr, sich sozusagen selbst zu helfen und seinen Körper bestmöglich zu unterstützen. Ketogene Ernährung betrachte ich dabei als Fundament für Gesundheit und Wohlbefinden.

      Mein aufrichtiges Beileid zum Verlust deiner Mama! Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass solch traumatische Erlebnisse einen völlig aus dem Alltag reissen – und da ist es nur naheliegend, dass Keto erst mal nachrangig ist. Der Fokus verschiebt sich, und Trauerarbeit ist zunächst einmal das Wichtigste. Großen Respekt an dich, dass du den Weg zurück zu Keto gegangen bist und das ganz toll schon einen ganzen Monat durchziehst. Welcome back und weiter so! 🙂

      Umso mehr freut es mich, dass dir meine Rezepte eine kleine Unterstützung und Anregung sind, und deinen kohlenhydratarmen Speiseplan ein Stück weit bereichern. Nochmals DANKE für deine liebe Nachricht!
      Viele liebe Grüße und alles Liebe,
      Sabine alias Bumblebee

  2. Hallo Bumblebee, Ich habe vor einigen Wochen die ketogene Ernährung für mich entdeckt und bin auf der Suche nach Rezepten auf deinen Blog gestossen. Ich werde demnächst einige deiner Rezepte ausprobieren.Meine grösste Herausforderung kommt erst noch: ein Weihnachtsessen für die ganze Familie zu kochen, das einerseits ketogen ist und andererseits lecker ist. Ich denke da besonders deine Desserts können mir da sehr helfen.Liebe Grüsse, Liette

    1. Liebe Liette,
      herzlich willkommen im Keto-Club 🙂 Es freut mich, dass du bei deiner Rezeptsuche auf meinen Blog gestoßen bist und ich hoffe, meine Rezepte gefallen dir. Was dein Weihnachtsessen angeht, kann ich dich beruhigen: mit ein paar Tricks und Kniffen lassen sich tolle Leckereien zaubern, bei denen kein Mensch merkt, dass es sich um ketogene Gerichte handelt 🙂
      In meiner Familie jedenfalls stürzen sich auch die Nicht-Ketarier ganz gierig auf meine “Süß”-Speisen, Kuchen und Desserts und ich bin sicher, du wirst deine Familie ebenso überzeugen können 🙂
      Viele liebe Grüße,
      Bumblebee

  3. Liebe Sabine,

    wir Beide haben wenig bis gar keinen Kontakt und trotzdem trage ich Dich als Freund in meinem Herzen.

    Ich war vom 18.-21.07. in Salzburg und der Steiermark auf Familienbesuch und plante dabei ganz spontan auch Dich samt Familie zu besuchen. Leider ist mein Vorhaben ins Wasser gefallen, da ich wegen meiner Frau Mama etwas umdisponieren musste!

    Umso mehr freut es mich, dass ich – Facebook sei Dank – auf die Autorin Bumlebee im Ketoland gestossen bin ;). Ich machte mich sofort daran im Internet zu stöbern, um mehr über diese geheimnisvolle Biene zu erfahren.

    Auch freue ich mich, dass Du Deine Gesundheit Dank Deiner Selbstdisziplin wieder zurück bekommen hast. Ich selbst muss mich erst intensiv in die ketogene Ernährung einlesen da ich auch den Teufel „falsche Kohlenhydrate“ austreiben möchte und nach Alternativen suche!

    Ich rufe Dich diese Woche mal an, ok!

    Und apropos, im Herbst gibt es bei uns wieder Nachwuchs ;), dann bin ich umgeben von 4 Girls und habe gar nichts mehr zu melden, Ole 😉

    Liebe Grüsse

    Jürgen

    1. Jürgen!!!! Das gibt’s nicht – ich habe gestern intensiv an dich gedacht! Und schwupps, lese ich heute diese Zeilen von dir 😀
      Freue mich auf deinen Anruf und gratuliere von Herzen zum baldigen 3-fach Paps! 💛

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